Bezirkseinsatzleitung wurde neu bestellt
Die Bezirkseinsatzleitung wurde heuer für die Dauer der Legislaturperiode des Tiroler Landtages neu bestellt – jede(r) 5. MitarbeiterIn der Bezirkshauptmannschaft arbeitet mit.
Seit ihrem Dienstantritt als Bezirkshauptfrau von Lienz im Jahre 2010 hat Dr. Olga Reisner an der Neuorganisation der Bezirkseinsatzleitung gearbeitet. „Als Bezirkshauptfrau bin ich laut den rechtlichen Vorgaben für alle Belange des Zivil- und Katastrophenschutzes zuständig. Auch die Organisation der Bezirkseinsatzleitung fällt darunter“, erklärt dazu Reisner. Bei Katastrophenereignissen, die mehrere Gemeinden betreffen, ist sie als Leiterin der Bezirkseinsatzleitung die Entscheidungsträgerin, bei Katastrophen, von der nur eine einzelne Gemeinde betroffen ist, ist der Bürgermeister oberstes Entscheidungsorgan. Der Bezirkshauptfrau beratend zur Seite steht im Katastrophenfall der Führungsstab. Die Führungsgruppe unter der Leitung von DI Hubert Sint besteht aus sechs Stabs-Funktionen – Personal, Lage(darstellung), Einsatzkoordination, Versorgungswesen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Technik und ExpertInnenstab. „Neu ist, dass jeder Funktion mindestens drei BH-MitarbeiterInnen zugeteilt sind. Jede(r) 5. MitarbeiterIn arbeitet mit – das Team besteht also aus rund 20 Personen“, so die Bezirkshauptfrau.
BH Dr. Olga Reisner: „Neben der laufenden Weiterbildung der MitarbeiterInnen soll es in Zukunft jedes Jahr eine praktische Katastrophenübung wie jene am 12. Oktober geben.“
Olga Reisner fällt als Bezirkseinsatzleiterin alleinverantwortlich die Entscheidungen und trägt die Gesamtverantwortung für den Katastropheneinsatz, Hubert Sint organisiert als Leiter die Stabsarbeit und ist die Schnittstelle zur Einsatzleiterin. „Ich wurde von der Bezirkshauptfrau gefragt, ob ich diese Funktion ausfüllen könnte und habe einigermaßen lange überlegt, bevor ich zugesagt habe. Ich komme aus der Bergrettung und kenne als Leiter der Bezirksforstinspektion jede Gemeinde sowie das Gelände in Osttirol sehr gut“, beschreibt Sint, warum er sich für diese wichtige Funktion für geeignet hält. Hannes Konrad ist als S 5 Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im Stab. „Ich habe alle MitarbeiterInnen nach umfassenden Gesprächen aufgrund ihrer Talente und Fähigkeiten ausgewählt. Hannes Konrad zum Beispiel zeichnet sich durch sein umgängliches, freundliches Wesen und seine Kreativität aus“, beschreibt Olga Reisner ihre Auswahlkriterien für die einzelnen Funktionen.
DI Hubert Sint: „Als aktives Mitglied der Bergrettung weiß ich, wie Einsätze ablaufen und was für einen bestmöglichen Ablauf zu organisieren ist.“
Dass die MitarbeiterInnen in der Bezirkseinsatzleitung entsprechend ausgebildet werden, sei für die Bezirkshauptfrau eine Selbstverständlichkeit. „Außerdem finde ich es einen klugen Weg, wenn sich die MitarbeiterInnen das ganze Jahr über ein wenig mit Katastrophenschutz beschäftigen“, so Reisner, die mit ihrem Team beginnend mit 8. Oktober die „Woche des Katastrophenschutzes“ organisiert hat. Am 9. und 10. Oktober werden die einzelnen Blaulichtorganisationen Aktionen setzen, am 11. Oktober sind die Schulen aufgerufen, sich mit Themen des Zivil- und Katastrophenschutzes zu beschäftigen. Die Woche endet am 12. Oktober mit einer groß angelegten Übung im Lienzer Talboden. „Die Übung soll den neu bestellten Mitgliedern der Bezirkseinsatzleitung dazu dienen, Erfahrungen zu sammeln und Arbeitsabläufe zu erkennen. Außerdem soll das für die Übung konstruierte Ereignis die Bevölkerung für den Katastrophenschutz sensibilisieren“, so die Bezirkshauptfrau abschließend.
Text und Fotos: Raimund Mühlburger
