Rotes Kreuz feierte 75 Jahre Dienst am Nächsten

Im Matreier Tauerncenter feierten am 21.9. hunderte Ehrenamtliche und Mitarbeiter von Blaulichtorganisationen sowie Vertreter des öffentlichen Lebens mit dem Roten Kreuz.

Im Jahre 1938 gründete Dr. Hans Wunderer die Bezirksstelle Osttirol des Roten Kreuzes in Lienz, 1970 kamen eine Ortsstelle in Matrei in Osttirol, 1978 eine in Sillian und 1984 jene in St. Jakob i.Def. hinzu. Lienz wurde im Jahr 2000 vom amtierenden Bezirksausschuss zur eigenen Ortsstelle erklärt. Am Abend des Samstag, 21. September 2013, wurde das 75-Jahr-Jubiläum des Roten Kreuzes Osttirol im Matreier Tauerncenter mit einem Galaabend gebührend gefeiert. Hunderte Mitarbeiter und Freiwillige, Repräsentanten anderer Blaulichtorganisationen – wie Berg- und Wasserrettung, Feuerwehr, Polizei – sowie Vertreter des öffentlichen Lebens begingen mit dem Roten Kreuz das stolze Jubiläum. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass das Rote Kreuz – eine Organisation mit großer Energie, Menschlichkeit und Kameradschaft – in Osttirol nun bereits ein Dreivierteljahrhundert lang Dienst am Mitmenschen vollbringt. Dass ich schon seit 40 Jahren dabei sein darf, ist für mich neben der Verpflichtung auch ein besonderes Geschenk“, so Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher in seiner Festansprache.

RK-Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher: „Die große Energie, die Menschlichkeit und die Kameradschaft motivieren mich, seit 40 Jahren beim Roten Kreuz ehrenamtlich tätig zu sein.“

RK-Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher: „Die große Energie, die Menschlichkeit und die Kameradschaft motivieren mich, seit 40 Jahren beim Roten Kreuz ehrenamtlich tätig zu sein.“

Den Galaabend gestalteten die Formationen „stotter five“ und „Hannes Ladinig mit Band“ musikalisch, der Verein Style-Fly sorgte mit akrobatischen Einlagen für viel Abwechslung. Vertreter der Bezirksstelle übergaben an Rot Kreuz-Arzt Dr. Franz Krösslhuber eine großzügige Spende für dessen Spitalsprojekt im Südsudan. „Wir möchten uns mit dieser Spende für dein Engagement beim Roten Kreuz bedanken und das Geld deiner großartigen Idee, in Jalimo ein Krankenhaus zu errichten, widmen“, sagte Egon Kleinlercher bei der Übergabe. Er strich besonders auch die große Bedeutung des Jugendrotkreuzes und das außerordentliche Engagement der jungen Menschen für die Institution hervor. Larissa Geiger und Sarah Steininger, die einem Mädchen in einer bedrohlichen Situation durch ihr schnelles, couragiertes Handeln das Leben gerettet hatten, wurde große Anerkennung ausgesprochen und eine Urkunde überreicht.

Die Musiker der Formation „stotter five“ ernteten für ihre klangvollen Einlagen viel Bewunderung und Applaus.

Die Musiker der Formation „stotter five“ ernteten für ihre klangvollen Einlagen viel Bewunderung und Applaus.

Die Lienzer Bürgermeisterin, LA DI Elisabeth Blanik, und BR Dr. Andreas Köll, Bürgermeister der Marktgemeinde Matrei, wurden für ihren Einsatz, die Außenstelle der Leitstelle Tirol in Osttirol zu erhalten, mit der Henry Dunant-Medaille in Gold ausgezeichnet. „Dass sich zwei Politiker für eine Sache mit einer derartigen Standhaftigkeit einsetzen, war selbst für mich neu. Zum Dank dafür hat der  Bezirksausschuss beschlossen, Elisabeth Blanik und Andreas Köll diese Ehrung zuteil werden zu lassen. Ein herzlicher Dank in Sachen Leitstelle gilt aber auch LA Bgm. Mag. Gerald Hauser“, betonte der Bezirksstellenleiter. Die Geehrten bedankten sich postwendend: „Die Leitstellen-Debatte hat mich gelehrt, dass man mit Andreas Köll und dem Osttiroler Roten Kreuz einen Krieg gewinnen kann“, sagte die Lienzer Bürgermeisterin. Und ihr Matreier Amtskollege hob hervor, dass sich zuletzt auch Landeshauptmann Günther Platter massiv eingebracht habe, um eine Außenstelle der Leitstelle Tirol in Osttirol zu belassen. „Es gab viele gute Argumente für diese Kompromisslösung. Als Vertreter des Bezirkskrankenhauses war mir neben der Rettung von Arbeitsplätzen vor allem wichtig, dass wir in Osttirol weiterhin aktiv an der Steuerung der Patientenströme teilnehmen können. Die immense Bedeutung der Patienten aus Oberkärnten für unser Krankenhaus war ein weiteres Hauptmotiv, dass wir uns für diese autonome Leitstellen-Lösung eingesetzt haben“, so Andreas Köll.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

22. September 2013 um