Schau „Wege ins Freie“ im Kesslerstadl eröffnet

Der Alpenverein hat im Matreier Kesslerstadl eine Dauerausstellung über seine Tätigkeit in der Nationalparkregion Hohe Tauern eingerichtet – am 12.9. wurde sie eröffnet.

Viele Alpenvereinsmitglieder aus nah und fern, Funktionäre und Mitarbeiter von Sektionen aus Tirol, Kärnten, Salzburg und Deutschland sowie der Hauptvereine in München und Innsbruck, Vertreter des Nationalparks und des öffentlichen Lebens und zahlreiche Interessierte aus der Bevölkerung kamen am Donnerstag, 12. September 2013, um der Eröffnung der Ausstellung „150 Jahre Oesterreichischer Alpenverein – Wege ins Freie“ beizuwohnen. Der Österreichische Alpenverein (OeAV) hat in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern, der Salzburger Ausstellungsfirma Verdandi und regionalen Betrieben im Kesslerstadl eine Dauerausstellung eingerichtet, die bewusst nicht museal, sondern erlebnis- und zukunftsorientiert gestaltet wurde. „Für den OeAV als größten Grundbesitzer im Nationalpark Hohe Tauern bedeutet die Mitarbeit an der Entwicklung des Schutzgebietes eine Daueraufgabe. Der Nationalpark war und ist für mich ein Herzensanliegen, ein für den Alpenraum richtungsweisendes Naturschutzprojekt, das auch wichtige regionalwirtschaftliche Aufgaben zu erfüllen hat“, so Peter Haßlacher, Leiter der Abteilung Raumplanung-Naturschutz im OeAV, der die Idee zur Ausstellung hatte.

Eröffneten die Ausstellung v.l.n.r.: NP-Dir. DI Hermann Stotter, Dr. Oskar Wörz, Vize-Präsident des OeAV, Raimund Mühlburger, Obmann OeAV-Sektion Matrei, Peter Haßlacher, Leiter Abt. Raumplanung-Naturschutz im OeAV.

Eröffneten die Ausstellung v.l.n.r.: NP-Dir. DI Hermann Stotter, Dr. Oskar Wörz, Vize-Präsident des OeAV, Raimund Mühlburger, Obmann OeAV-Sektion Matrei, Peter Haßlacher, Leiter Abt. Raumplanung-Naturschutz im OeAV.

Die Ausstellung informiert über die Geschichte des Alpenvereins, die Entwicklung des Alpinismus im Glockner- und Venedigergebiet, über die Entstehung des Nationalparks Hohe Tauern und über heutige Angebote und Forschungsprojekte. So werden etwa Wanderrouten und Klettergebiete vorgestellt und besonders interessante wissenschaftliche Exponate – etwa aus der alpinen Kluft in der Glocknerwand gehobene Rauchquarze und eine eiszeitliche Baumscheibe aus dem Innergschlöß – präsentiert. In Videos und über interaktive Touchscreens geben Alpinisten und Klimaforscher Einblicke in ihre Arbeit und ihre Erfahrungen am Berg. Jugendliche erzählen von ihren Erlebnissen in den Kletterwänden. „Die Ausstellung zeigt einen guten Querschnitt über die vielfältigen Aufgaben des Alpenvereins. Ich freue mich besonders, dass in der Schau auch zum Ausdruck kommt, dass für uns Kultur und Forschung einen hohen Stellenwert hat“, betonte Dr. Oskar Wörz, Vize-Präsident des OeAV. Die Ausstellung informiert unter anderem auch über die Alpenvereins-Kartographie, das wissenschaftliche Mineralienprojekt in der Glocknerwand und über Projekte der Klimaforschung.

„Der Alpenverein hinterfragt Entwicklungen immer auch kritisch. In der Entstehungsgeschichte des Nationalparks spielt er eine wichtige Rolle, auch weil er stets auch Persönlichkeiten in seinen Reihen hatte, die mit Hartnäckigkeit zum Schutzgebiet gestanden sind. Ich möchte mich dafür und auch für diese Ausstellung insbesondere bei Peter Haßlacher bedanken“, meinte Nationalpark-Direktor DI Hermann Stotter.

Die Ausstellung ist in den nächsten fünf Jahren jeweils von 1. Juni bis 26. Oktober, Montag bis Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr, und von 20. Dezember bis 31. März, Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr, geöffnet. Der Ausstellungsbesuch ist kostenlos.

Text: Redaktion, Fotos: Journal

13. September 2013 um