Burg Heinfels: Restaurant Kulinarium offiziell eröffnet

Mit der Gastronomie ist die dritte Säule der revitalisierten Burg aktiv – Museum, Kulinarik und Veranstaltungen verbinden sich zu einem lebendigen Ort der Begegnung. Mit einem Festakt wurde das Kulinarium am 11. September offiziell eröffnet.

Seit Ende April wird im Kulinarium Burg Heinfels bereits gekocht, serviert und gefeiert. Vertreter von Land, Gemeinden, Tourismus und Denkmalpflege sowie zahlreiche Wegbegleiter würdigten die Entwicklung der vergangenen Jahre und die Bedeutung des Projekts für die Region bei der Eröffnungsfeier, die von der Gruppe Quetschholz und der Bläsergruppe der Musikkapelle Heinfels musikalisch umrahmt wurde.

Nach mehreren Grußworten, darunter Alt-Landeshauptmann Herwig van Staa (Vorsitzender der Landesgedächtnisstiftung), Bundesrat Markus Stotter (Bürgermeister von Oberlienz) und Bürgermeister Johann Kraler (Heinfels), wurde das Kulinarium von Pater André aus Kalkstein gesegnet und mit dem obligatorischen Durchschneiden des Bandes offiziell seiner Bestimmung übergeben.

„Auch wenn die Türen längst geöffnet sind, eröffnen wir heute weit mehr als neue Räume: Wir eröffnen neue Möglichkeiten, Burg Heinfels zu erleben“, betonte Ulrich Zuenelli in seiner Ansprache. Das Kulinarium erweitere das Gesamterlebnis um eine neue Dimension. Museum, Kulinarik und Veranstaltungen wüchsen so zu einem stimmigen Ganzen zusammen.

 

Der Festakt fand im neu restaurierten Rittersaal statt.

 

Als Armin Loacker und Christine Zuenelli-Loacker die Burg 2007 erwarben, standen die Verbundenheit mit Osttirol und die Verantwortung gegenüber der Region im Mittelpunkt. Ziel war es, das bedeutende Kulturdenkmal nicht als stummes Monument zu erhalten, sondern als lebendigen Ort mit Zukunft zu entwickeln.

Mit dem Museum wurde 2020 die erste Säule des Konzepts umgesetzt. Veranstaltungen, Hochzeiten und weitere Angebote machten die Burg seither zu einem Ort der Begegnung. Mit dem Kulinarium ist nun die Gastronomie als dritte Säule hinzugekommen. Gemeinsam mit dem Museumsverein vervollständigt die von Loacker neu gegründete Burg Heinfels GmbH damit ein Gesamtensemble, in dem sich Museum, Kulinarik und Veranstaltungen ideal ergänzen.

Museumsvereinsobmann Peter Leiter spannte in seiner Rede den Bogen zurück zu den Anfängen. Schon vor 20 Jahren sei bei ersten Gesprächen zwischen den Gemeinden Heinfels und Sillian sowie der Familie Loacker-Zuenelli die „Zukunft Burg Heinfels“ im Mittelpunkt gestanden. 2014 wurde schließlich der Museumsverein gegründet, ab 2016 begann die Umsetzung der Revitalisierung. Von Anfang an habe das Konzept auf drei Säulen beruht: Museum, Gastronomie und Veranstaltungen.

 

Im Anschluss an den Festakt wurde in den neuen Räumlichkeiten auf den Erfolg des Projekts angestoßen.

 

Mit einem Augenzwinkern verwies Leiter auf die kulinarische Vergangenheit des Hauses: Während die Grafen von Görz im 15. Jahrhundert noch mit wenigen Pfannen, Kesseln, Bratspießen und einfachen Küchenutensilien auskommen mussten, verfügt das Kulinarium heute über modernste Küchentechnik. Auch das Quellwasser kommt inzwischen aus der Leitung – und nicht mehr aus der alten Zisterne im Innenhof.

Der Grundgedanke sei dennoch derselbe geblieben: „wieder Leben in die alten Mauern zu bringen“. Was heute auf Burg Heinfels zu sehen sei, sei nicht das Werk eines Einzelnen, sondern das Ergebnis des Engagements vieler Menschen und Institutionen, die über Jahre an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet hätten.

Im Rahmen des Festaktes wurde mehrfach die breite Unterstützung für das Projekt gewürdigt. Dazu gehören die Landesgedächtnisstiftung Tirol, die Kulturabteilung des Landes Tirol, das Bundesdenkmalamt, der Tourismusverband Osttirol, die Standortgemeinde Heinfels, die Gemeinden des Planungsverbandes 35 sowie private Gönner, Firmen und Sponsoren. Auch die Zusammenarbeit mit den Partnern der Interreg-Projekte wurde hervorgehoben.

Nach der offiziellen Eröffnung konnten die Gäste das Kulinarium und weitere Bereiche der Burg besichtigen. Das Fest klang bei kulinarischen Köstlichkeiten und anregenden Gesprächen in den historischen Räumlichkeiten aus.

 

Text: Redaktion, Fotos: Edi Senfter

14. September 2026 um