Tourismusverband Osttirol: Gute Zahlen und viel Optimismus bei Vollversammlung

Die Intensivierung des Marketings, die Umsetzung von laufenden Infrastruktur-Projekten und das Vorantreiben der Bettenoffensive bleiben auch für das neue Jahr die wichtigsten Ziele. Erfreulich entwickelt sich die digitale Gästekarte.

Mit sichtbarer Zufriedenheit über die Entwicklungen des vergangenen Jahres und viel Optimismus für die Zukunft eröffnete Obmann Franz Theurl am Mittwoch, 28. Jänner, die Vollversammlung des Tourismusverbandes Osttirol im Kultursaal der Marktgemeinde Nußdorf-Debant.

Die Nächtigungen im Winter 2024/2025 lagen mit 885.292 lediglich 2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Sommernächtigungen konnten 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent auf 1.261.521 gesteigert werden.

Die Marketingmittel beliefen sich auf rund 4,7 Mio. Euro, für Infrastruktur wurden knappe 3 Mio. Euro ausgegeben, hinzu kamen rund 700.000 Euro für regionale Aktivitäten. „Das Land und die Politik betonen immer wieder, dass alle Gemeinden und damit insbesondere auch die einheimische Bevölkerung von den Investitionen des Tourismusverbandes profitieren“, erklärte der Obmann.

 

Paul Tolloy, Leiter der Tourismusabteilung des Landes Tirol: „Ihr seid ein vielfältiger, starker Tourismusverband und eine erfolgreiche Region. Die Zahlen, die Bilder und die Berichte haben das eindrucksvoll bestätigt. Ich möchte jedem einzelnen Unternehmer gratulieren und meinen Dank aussprechen!“

 

Als Ziele für das laufende Jahr nannte Franz Theurl unter anderem die Finalisierung der Destinationsstrategie 2025–2030, das konsequente Vorantreiben der Bettenoffensive in allen Kategorien sowie eine weitere Intensivierung des Marketings: „Gesehen werden lautet das oberste Gebot – deshalb werden wir unsere Marketingaktivitäten weiter verstärken. Die Bettenoffensive ist in allen Kategorien wichtig. Mit potenziellen Investoren stehen wir in Kontakt, und erste Projekte sind bereits in Vorbereitung. Großen Wert legen wir in Sachen Bettenoffensive auf die Unterstützung unserer Familienbetriebe, die das Fundament unseres erfolgreichen Tourismusweges bilden.“

Geschäftsführerin Barbara Nussbaumer berichtete von der Einführung der digitalen Gästekarte: „Unser oberstes Ziel war es, den Vermietern Ängste zu nehmen und Sicherheit bei der Umstellung zu geben. Der Beratungs- und Betreuungsaufwand war in dieser Phase hoch, aber es hat sich gelohnt. Im Jänner 2025 lag der Anteil der analogen Meldungen noch bei 65 Prozent und jener der digitalen bei 35 %. Mittlerweile erreichen wir einen digitalen Anteil von 93 Prozent.“

Aufsichtsratsvorsitzender Hansjörg Mattersberger berichtete vom Jahresabschluss 2024. Die Erträge beliefen sich auf 12,6 Mio. Euro, für das Personal wurden 2,2 Mio. Euro aufgewendet. Der Jahresgewinn betrug 268.000 Euro. Die Eigenkapitalquote ist mit 83,83 Prozent weiter angestiegen. Die Darlehensstände sind mit 1,7 Mio. Euro auf ein historisches Tief gesunken. 2013 waren es noch 9,3 Mio. Euro und 2025 werden sie unter die Millionengrenze sinken.

Die Vollversammlung genehmigte den Jahresabschluss 2024 und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig.

 

Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute

29. Januar 2026 um