Land zahlt 23,7 Mio. Euro mehr für Ärzte und Pfleger
Grundsätzliches Einvernehmen wurde bei einer weiteren Verhandlungsrunde über die Umsetzung der Gehaltsreform an den Tiroler Spitälern am 17. Mai 2016 erreicht.
Nach einer Verhandlungsrunde mit VertreterInnen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, des Zentralbetriebsrates, der Ärztekammer und des Gemeindeverbandes fasste die Tiroler Landesregierung am Dienstag, 17. Mai, einen Grundsatzbeschluss über die Anpassung der Gehälter von ÄrztInnen und PflegerInnen an den drei Landeskrankenhäusern der Tirol Kliniken. Die Gesamtkosten der Gehalts-Anpassung belaufen sich auf jährlich 23,7 Mio. Euro.
Junge ÄrztInnen erhalten in Zukunft ein höheres Einstiegsgehalt, konkurrenzfähige Gehälter und eine zeitgemäße Abgeltung der Dienste. Ebenso erhöhen sich die Bezüge der ÄrztInnen, die im alten Gehaltssystem verbleiben möchten. Die Gehaltsanpassungen verursachen jährliche Mehrkosten für das Land von jährlich 16,6 Mio. Euro. Darüber hinaus werden die Arbeitsbedingungen für das Krankenhauspersonal verbessert. Durch die Neufestlegung des Vorrückungsstichtages werden den ÄrztInnen und PflegerInnen der Tirol Kliniken außerdem ab 2017 jährlich rund 7,1 Mio. Euro mehr ausbezahlt.
Für die Bezirksspitäler übernimmt das Land mit fünf Mio. Euro insgesamt 50% der Kosten für die Nachzahlung aus der Neufestlegung des Vorrückungsstichtages für ÄrztInnen und PflegerInnen von Ende 2014 bis Ende 2016, verkündete Landeshauptmann Günther Platter. „Das Land zahlt diesen sechs Krankenhäusern für die drei kommenden Jahre – befristet also bis 2019 – 50% der Mehrkosten für die ÄrztInnen im neuen Vergütungssystem. Die Übernahme von jährlich 4,7 Mio. Euro erfolgt, wenn ab 2017 ein tirolweit einheitliches Gehaltssystem im ÄrztInnenbereich der öffentlichen Krankenanstalten eingeführt wird“, ergänzte Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol/Schwarz
