Erhebliche Lawinengefahr in den Tauern
Im Bereich der Hohen Tauern wird die Lawinengefahr vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol weiterhin als erheblich eingestuft, im restlichen Osttirol als mäßig. Nach den teils massiven Schneefällen der vergangenen Tage lockt sonniges, oft sogar wolkenloses Bergwetter viele Skifahrer, Tourengeher und Schneeschuhwanderer auf die Höhen. Doch vor allem außerhalb des gesicherten Skiraumes ist höchste Vorsicht geboten. Frische und ältere Triebschneeansammlungen sind mit der Altschneeoberfläche meist schlecht verbunden und können daher schon bei geringer Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden, heißt es im Lagebericht des Lawinenwarndienstes Tirol vom Dienstag, 12. Dezember. „Gefahrenstellen liegen vor allem in Triebschneehängen oberhalb von 2 000 Metern. Es kann schon das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers ausreichen, um eine Lawine auszulösen“, meint dazu Mag. Dr. Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes. Auch unterhalb 2 000 Metern könnte es auf steilen Wiesenhängen zu Selbstauslösungen von Gleitschneelawinen kommen.
Die Lawinengefahr wird vom Lawinenwarndienst in den Osttiroler Tauern auf der fünfstufigen Skala mit 3 (erheblich) und im restlichen Bezirk mit 2 (mäßig) eingestuft.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Mario Webhofer/fotolia.com