Arbeitsmarkt verschlechterte sich 2015 in Osttirol
Die Arbeitslosenquote stieg im vergangenen Jahr um 0,2% auf 10,3% an. Es gab mehr Langzeitarbeitslose, und die Unternehmen haben weniger Stellen gemeldet als 2014.
Eine angespannte Wirtschaftslage sowie anhaltender Angebotsdruck seitens der Arbeitskräfte prägten 2015 den Arbeitsmarkt. Das teilt das Arbeitsmarktservice in seinem Jahresbericht für 2015 mit. Durchschnittlich 2.131 Personen waren im Bezirk Lienz im vergangenen Jahr als arbeitslos vorgemerkt, das sind 51 Personen oder 2,4% mehr als 2014. Rund 40% aller vorgemerkten Personen hatten jedoch bereits bei der Arbeitslosenmeldung eine (Wieder-)Einstellungszusage eines Unternehmens.
Der Osttiroler Arbeitsmarkt ist sehr stark durch die Saisonbranchen Tourismus und Bau-/Baunebengewerbe geprägt. Dadurch schwanken im Jahresverlauf die Beschäftigten- und Arbeitslosenzahlen sehr stark. Im Juli war die Arbeitslosigkeit mit 6,9% (1.465 Personen) am niedrigsten, im November mit 12,8% (2.643 Personen) am höchsten. Die Arbeitslosenquote hatte bei den Männern nur eine Spitze (15,8% im Jänner), bei den Frauen jedoch zwei (November 16,3% und April 15,6%).
Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit betrug in Osttirol im Vorjahr 95 Tage, das bedeutet ein Plus von fünf Tagen gegenüber 2014. 18.575 Personen waren im Jahresschnitt unselbstständig beschäftigt, das ist ein Plus von 147 gegenüber 2014. Leicht zurückgegangen ist hingegen die Anzahl der gemeldeten Stellenangebote – 19 Stellen oder 1,4% weniger Stellen wurden in Osttirol gemeldet. Insgesamt wurden im Vorjahr vom AMS Lienz Arbeitslosengeld, Notstandshilfe bzw. Übergangsgeld in Höhe von 20,1 Mio. Euro ausbezahlt.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: AMS
