Zukunftsraum Lienzer Talboden gewinnt VCÖ-Mobilitätspreis für Radwegprojekt

Für das Projekt „Lückenschluss im Radwegenetz“ gewann der Planungsverband Lienzer Talboden den VCÖ-Mobilitätspreis 2025, der dieses Jahr unter dem Motto „Zukunftsfit für Stadt und Land“ stand.

Die 15 Gemeinden des Planungsverbands „Zukunftsraum Lienzer Talboden“ haben unter dem Titel „Lückenschluss im Radwegenetz“ ein umfassendes Konzept ausgearbeitet, um die Erreichbarkeit des Zentralraums Lienz mit dem Fahrrad zu verbessern. Am Freitag, 5. September, erhielt der Planungsverband für dieses Projekt den VCÖ-Mobilitätspreis 2025.

„Rund 18.000 Menschen pendeln täglich nach Lienz. Mit einem E-Bike sind mittlerweile auch etwas längere Strecken gut zu bewältigen. Damit sich aber mehr Menschen für das Rad statt für das Auto entscheiden, braucht es gut ausgebaute und sicherere Radwege. Ich freue mich über das große Engagement im Lienzer Talboden und gratuliere ganz herzlich zum Sieg“, so Mobilitätslandesrat René Zumtobel bei der Preisverleihung.

Konkret umfasst das Projekt insgesamt zwölf Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 7,1 Kilometern, die notwendig sind, um vorhandene Radwege optimal zu verbinden und somit den Lückenschluss zu schaffen. Begonnen wurde 2024, bis 2026 sollen alle Bauabschnitte fertiggestellt sein. Zudem wurden potenzielle Gefahrenstellen beseitigt und die Ortskerne der Gemeinden besser an die Radwege angebunden.

„Die Mobilität der Zukunft muss den Herausforderungen in Städten und ländlichen Räumen gleichermaßen gerecht werden. Wenn wir die Mobilität nachhaltig verbessern, es mehr öffentlichen Verkehr und mehr Sharing-Angebote gibt und die Infrastruktur für das Gehen und Radfahren ausgebaut wird, dann verringern wir nicht nur den Energieverbrauch, die Emissionen, den Lärm und die Staus, sondern machen die Mobilität für die Bevölkerung auch kostengünstiger und gesünder“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

„Das diesjährige Siegerprojekt zeigt auf, dass durch enge Kooperation mehrerer Gemeinden Verbesserungen für die gesamte Bevölkerung erzielt werden können. Gerade im Bereich der nachhaltigen Radmobilität braucht es einen Schulterschluss über Gemeindegrenzen hinweg“, betont der Landesrad. Radfahren ist kostengünstig, umweltfreundlich und zudem gut für die Gesundheit. Wer statt mit dem Auto mit einem (Elektro-)Fahrrad fährt, trägt zudem dazu bei, die Straßen zu entlasten und Abgase und Lärm zu reduzieren.

„Als ÖBB sind wir eines der größten Klimaschutzunternehmen in Österreich. Gemeinsam mit unseren Partnern, dem Land Tirol und dem VCÖ, ist es unser Ziel, für eine nachhaltige Mobilitätswende zu sorgen. Deshalb unterstützen wir auch heuer wieder gerne den VCÖ-Mobilitätspreis, der innovative Projekte in diesem Bereich vor den Vorhang holt“, so Michael Mangeng, der Leiter Assetmanagement West von der ÖBB-Infrastruktur AG.

Neben dem Hauptpreis wurden drei weitere vorbildliche Projekte ausgezeichnet:

Die Truck to Train Service GmbH hat den Regionalterminal in Stams (Bezirk Imst) umgesetzt. Auch das Stadtrad Innsbruck der Innsbrucker Verkehrsbetriebe IVB wurde vor den Vorhang geholt. Um Vorteile für Öffi-Nutzer geht es beim Projekt „Freie Fahrt für Öffis auf der A 12“ der ASFINAG, das ebenfalls ausgezeichnet wurde.

 

Text: Redaktion, Foto: Land Tirol/Reiter

08. September 2025 um