Lienz: Namensgeber nahm Spatenstich für Benjamin-Karl-Trail am Schlossberg vor
Seit mehr als vier Jahren bemüht sich Tourismus-Obmann Franz Theurl um die Verlängerung des Flow Family Trails bis zur Talstation der Schlossbergbahn (H1). Am Freitag, 11. Oktober, wurde die Baustelle mit einem Spatenstich eröffnet.
Das neue Teilstück wird ab nächsten Sommer von der Schlossbergstraße durch den Wald direkt zur Talstation der Schlossbergbahn und zum Bike-Center führen. Mit diesem strategisch wichtigen Teilstück wird einerseits die riskante Fahrt der Downhill-Biker über die Straße bei Schloss Bruck unterbunden und die Sicherheit im Bikepark erhöht. Andererseits wird das Angebot im Bikepark Lienz noch attraktiver.
Die Namensgeber der Trails im Bikepark Lienz – Benjamin Karl, Alban Lakata und Peter Sagan – sind übrigens alle mindestens dreifache Weltmeister in ihrer Sportart. „Es ist einzigartig im Alpenraum, wenn nicht sogar weltweit, dass drei Weltmeister gemeinsam hinter einem Bikepark stehen”, so Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes Osttirol.
Die Bauarbeiten am Schlossberg gehen zügig voran. Im kommenden Frühling werden die Biker bereits über den Benjamin-Karl-Trail zur Talstation der H1 und zum Bike-Center gelangen.
Der Spatenstich für den Benjamin Karl Trail war bereits für das Frühjahr 2024 geplant, als das Snowboard-Ass den goldenen Spaten für diesen Akt bei der Feier zu seinem vierten Gesamtweltcupsieg erhielt. Bis es soweit war, musste das Team des Tourismusverbands Osttirol als Entwickler und Betreiber des Bikeparks jedoch viele Hürden nehmen. „Ich kann mich nicht erinnern, dass uns jemals so viele Steine in den Weg gelegt wurden. Zuletzt waren es erneut Umweltaktivistinnen, die eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht einreichten. Der Einspruch bezog sich auf mögliche Rodungen entlang der Trasse, die in der Planung nie vorgesehen waren. Obwohl der TVB wie immer in gutem Einvernehmen mit dem Landesumweltanwalt Mag. Johannes Kostenzer eine konstruktive Lösung finden konnte, wurde das Projekt durch diese unnötigen behördlichen Verzögerungen bis weit in das Frühjahr 2024 hinein blockiert“, so Theurl.
Bei der Entwicklung touristischer Angebote gehe es auch um Ökonomie, nicht nur um Ökologie. „Unsere Natur ist unser Kapital, eine sanfte Entwicklung wird bei unseren Projekten berücksichtigt. Dafür wurden wir nicht zuletzt beim Iseltrail mit einem Umweltpreis ausgezeichnet“, so der Tourismus-Obmann.

Die Kosten für das Trail-Teilstück belaufen sich auf 60.000 Euro, wobei dem Tourismusverband eine fast 50%ige Abdeckung des Investitionsvolumens über Förderungen gelang. Der Benjamin-Karl-Trail sollte bis Ende November fertig gestellt und ab nächstem Frühjahr, bei der Eröffnung des Bikeparks, befahrbar sein.
„Die erfolgreiche Entwicklung des Hochsteins zum Sommererlebnisberg ist dem Tourismusverband Osttirol und der Lienzer Bergbahnen AG zu verdanken – sowohl von der Vision als auch größtenteils von der Investition her. Die Folge ist eine nennenswerte Frequenzsteigerung. In der Sommersaison 2025 rechnen wir mit weiteren Zuwächsen“, betont Theurl.
Das Angebot für Familien mit Kindern und auch für Jugendliche decke alle Bedürfnisse ab. Der weiter ausgebaute Bikepark, die Gravity-Card (Kartenverbund der führenden Bikeparks in Europa) und Events würden den Berg immer beliebter machen, und auch die deutliche Verlängerung der Sommersaison trage zum wirtschaftlichen Erfolg bei.
„Die Hochsteinbahnen fahren bis zum 3. November 2024, während andere Gebiete bereits im September geschlossen haben. Das ist ein tolles Angebot für einheimische Familien und Gäste, die schönen Herbsttage zu nutzen“, so der Tourismus-Obmann abschließend.
Text: Redaktion, Foto: Elias Bachmann, René Unterwurzacher



