Kraftwerk im Tauerntal: Wirtschaftsbund lud zur Baustellenbesichtigung

Zahlreiche Osttiroler Wirtschaftsbund-Mitglieder nutzten am Freitag, 19. September, die Gelegenheit, um von den Projektverantwortlichen einen detaillierten Einblick in den Bau des Ausleitungskraftwerkes in Matrei i.O. zu erhalten.

Das TIWAG-Wasserkraftwerk am Tauernbach ist aktuell eines der größten Infrastrukturprojekte Tirols. Vor Ort wurde die Dimension des Bauvorhabens sichtbar – von der Wasserfassung bei der Schildalm über den 2,3 Kilometer langen Triebwasserstollen bis hin zum entstehenden Krafthaus in Gruben.

Das Ausleitungskraftwerk wird eine installierte Leistung von 27,1 Megawatt haben und jährlich rund 85 Gigawattstunden Strom erzeugen – genug, um etwa 20.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie zu versorgen.

 

Die Wasserfassung bei der Schildalm unterhalb des Felbertauern-Südportals

 

Durch die jährliche Stromproduktion werden etwa 85.000 Tonnen CO2 eingespart – ein bedeutender Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung in Osttirol. Durch das Investitionsvolumen von 170 Millionen Euro werden auch wichtige Impulse für die regionale Wirtschaft gesetzt.

 

Bernhard Egger, Ausführungsmanagement TIWAG, gab den Gästen einen detaillierten Einblick in den Baufortschritt.

 

Das Wasser des Tauernbachs wird bei der Schildalm über eine Wehranlage mit Entsander und Entnahmekammer gefasst und strömt zunächst über einen rund 2,3 Kilometer langen Triebwasserstollen und danach über eine rund 6,3 Kilometer lange erdverlegte Druckrohrleitung mit 1,8 Meter Durchmesser talauswärts. Das Krafthaus in Gruben, direkt unterhalb der TAL-Pumpstation, nutzt das Wasser zur Stromerzeugung mit bis zu 9 m³/s Volllast-Durchfluss.

 

Michaela Hysek-Unterweger, Obfrau des Wirtschaftsbundes und der Wirtschaftskammer: „Mit Veranstaltungen wie dieser möchte der Wirtschaftsbund die Bedeutung zukunftsweisender Projekte für den ländlichen Raum unterstreichen und den Dialog zwischen Wirtschaft, Energieunternehmen und Bevölkerung stärken.“

 

„Das Kraftwerk Tauernbach-Gruben steht beispielhaft für die Verbindung von nachhaltiger Energiegewinnung und regionaler Wertschöpfung. Es zeigt, dass Investitionen in erneuerbare Energien gleichzeitig Arbeitsplätze sichern, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region stärken und die Energieversorgung in Tirol langfristig absichern“, betonte Michaela Hysek-Unterweger, Bezirksobfrau des Wirtschaftsbundes Lienz und der Wirtschaftskammer.

 

Das Krafthaus in Gruben

 

 

Text: Redaktion, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger, Tiroler Wirtschaftsbund

22. September 2025 um