„Die Vielfalt der Sprache – entdecken und verstehen“
So lautet das Motto der „Universität im Dorf“, die am Samstag, 29.11., und Sonntag, 30.11., in Außervillgraten über die Bühne geht. Expert:innen der Uni Innsbruck werden referieren und für Fragen zur Verfügung stehen.
Seit vielen Jahren ist die Universität Innsbruck am ersten Adventwochenende regelmäßig zu Gast in der kleinen Osttiroler Gemeinde Außervillgraten – 2025 bereits zum 23. Mal. Im Jahr 2001 von Univ.-Prof. Dr. Lothar Lies SJ (†) ins Leben gerufen, hat die „Universität im Dorf“ heute längst ihren Platz im jährlichen Veranstaltungsreigen des Bezirkes Lienz gefunden. Jahr für Jahr kommen im Spätherbst universitäre Fachleute ins Villgratental, um hier im Dorf in einer für die Bevölkerung verständlichen Weise über wissenschaftliche Forschungen zu informieren. Während andernorts Referenten nur gegen hohe Gagen auftreten, ist der Zutritt zu den Vorträgen im Haus Valgrata für alle Interessierten kostenlos. Für die Organisation der Veranstaltung zeichnet die Universität Innsbruck gemeinsam mit der Gemeinde Außervillgraten verantwortlich. Zum Team der ARGE Universität im Dorf gehören, wie Bürgermeister Mag. Josef Mair informiert, von Seiten der Universität die Vizerektorin für Lehre und Studierende, Univ.-Prof. Dr. Janette Walde, sowie Mitarbeiterinnen der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit.
Die Mitglieder der ARGE Universität im Dorf von Seiten der Gemeinde Außervillgraten: v.r.n.l.: Bgm. Mag. Josef Mair, Ursula Perfler und VS-Direktor Julius Trojer
„Von unserer Seite aus sind es Volksschuldirektor Julius Trojer, Ursula Perfler und meine Person. Julius Trojer begleitet die ‚Junge Uni‘, die zeitgleich stattfindet, während Ursula Perfler insbesondere in der Vorbereitungsarbeit tätig ist und als Ansprechpartnerin vor Ort fungiert“, so der Außervillgrater Bürgermeister. Die alljährliche Ideenfindung zum jeweiligen Leitthema der Veranstaltungsreihe erfolgt, so Josef Mair, über Rückmeldungen aus der Bevölkerung bzw. von Seiten der an den Vorträgen teilnehmenden Besucherinnen und Besuchern. „Steht das Thema fest, dann fixiert die Universität Innsbruck die Inhalte und organisiert dazu die jeweiligen Fachleute. So geschehen auch beim diesjährigen Themenschwerpunkt, der sich der Vielfalt der Sprache widmet.“ Die Bedeutung von Sprache als Kommunikationsmittel in allen Bereichen des Lebens streicht der Kommunalpolitiker besonders heraus. „Es ist immer auch eine Herausforderung, dass die Botschaft so ankommt, wie man sie aussendet“, nimmt er Bezug auf seinen beruflichen Alltag. Wichtig ist ihm, die Rolle des Dialektes als Identifikationsfaktor für die Bevölkerung zu betonen. „Der jeweils gesprochene Dialekt definiert auch die Gemeinsamkeit eines Dorfes. In Osttirol hat jedes Tal und meist auch jedes Dorf einen eigenen Dialekt. Dies zeigt sich beispielsweise am Villgratental, wo sich die Dialekte von Inner- und Außervillgraten doch sehr wesentlich unterscheiden.“ Besondere Geschichten würden, wie er meint, auch die Familiennamen in den einzelnen Gemeinden erzählen. „Sie verweisen auf Örtlichkeiten des jeweiligen Hofes, auf Besonderheiten oder auf Tätigkeiten der Menschen in früheren Jahrhunderten. Auf diesen Aspekt der Vielfalt der Sprache wird auch ein Referent der diesjährigen Veranstaltung näher eingehen“, so Josef Mair abschließend.
Hier das detaillierte Programm der 23. Universität im Haus Valgrata in Außervillgraten vom 29. bis 30. November 2025 als Download

Text: Redaktion, Fotos: © Toni Ausserlechner und Osttirol Journal


