WM Skibergsteigen: Martin Weißkopf im Teamrennen 5.
Der Prägratner holte sich bei der 8. WM der Skibergsteiger in Alpago/Piancavallo im Teamrennen gemeinsam mit Jakob Herrmann aus Werfenweng den fünften Platz.
In der italienischen Region Alpago/Piancavallo findet von 23. Februar bis 2. März die 8. Weltmeisterschaft der Skibergsteiger statt. Bei besten äußeren, aber schwierigen Bedingungen wurde am Sonntag, 26. Februar, das Teamrennen ausgetragen. Dabei treten Zweier-Mannschaften an. Neben der sportlichen Leistung ist es dabei auch wichtig, dass die Teampartner gut zusammenpassen. Etwa 1.900 Höhenmeter waren auf eisiger Strecke von den Herren zu bewältigen, die Damenstrecke war ca. 200 Hm kürzer. Die pickelharten Passagen wurden an mehreren ausgesetzten Stellen am felsigen Mont Castellat mit Seilen gesichert und waren als Tragepassagen mit den Skiern am Rücken zu bewältigen.
Martin Weißkopf (Mitte) beim Aufstieg
Einmal mehr waren es bei den Herren die Italiener, die das Rennen dominierten. Das Team Damiano Lenzi/Matteo Eydallin konnte schon zu Beginn die Führung übernehmen und gab diese bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Trotz einer Zeitstrafe siegten die beiden in 2:20:55 Stunden. Auf den Plätzen folgte mit Michele Boscacci/Robert Antoniolli ein weiteres italienisches Team. Platz drei belegte das französische Team Bon Mardion/Xavier Gachet.
Martin Weißkopf: „Mir ist es heute bei den Anstiegen nicht ganz so gut gegangen, und das Schleppseil konnten wir wegen der rutschigen Strecke nicht verwenden. Ich bin dadurch ein paar Mal am Limit gewesen. Dafür konnten wir die Abfahrten umso flotter bewältigen. Der Tag X, auf den wir so lange hintrainiert haben, ist uns voll aufgegangen. Ich bin überglücklich.“
Für den ÖSV traten zwei Mannschaften an. Die zuletzt auf einem Leistungshoch laufenden Martin Weißkopf aus Prägraten und Jakob Herrmann aus Werfenweng legten einen fulminanten ersten Rennteil hin und liefen zwischenzeitlich auf Platz vier. Speziell die schwierigen Abfahrten waren für die beiden hervorragenden Skifahrer ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz, und sie konnten mehrmals überholen. Ein Stockbruch von Jakob Herrmann bremste den Sturmlauf des Teams allerdings. Mit dem fünften Platz konnten die beiden die Erwartungen jedoch mehr als erfüllen. Das zweite österreichische Team mit Armin Höfl aus dem steirischen Krakau und Daniel Zugg aus St. Gallenkirch zeigte ebenfalls ausgezeichnete Leistungen und erreichte Platz acht.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: ISMF Pressoffice