Weltcup-Slalom in Lienz: Petra Vlhova siegte vor Katharina Liensberger
Katharina Liensberger sorgte beim Slalom am Hochstein für das erste ÖSV-Podest in diesem Winter. Katharina Truppe verpasste als Vierte das Podium nur um eine Zehntelsekunde.
Viele glückliche Gesichter gab es am Mittwoch, 29. Dezember, beim Weltcup-Slalom der Damen am Lienzer Hochstein. Bei Traumwetter jubelte der ÖSV beim letzten Weltcup-Rennen des Jahres über Top-Ergebnisse des gesamten Teams: Rang zwei für Katharina Liensberger, Katharina Truppe wurde Vierte und Katharina Gallhuber schaffte es als Sechste noch in die Top-Ten.
Siegerin Petra Vlhova im Stangenwald des Lienzer Hochsteins
Einmal mehr nicht zu schlagen war allerdings die Slowakin Petra Vlhova, die im vierten Slalom der Saison zum vierten Mal nach dem ersten Durchgang in Führung lag. Und zum dritten Mal siegte sie. Hinter Liensberger klassierte sich die Schweizerin Michelle Gisin auf dem dritten Platz. „Es war nicht einfach heute und super knapp nach dem ersten Durchgang. Ich habe im zweiten Lauf alles riskiert und bin überglücklich über diesen Sieg. Hoffentlich geht es im nächsten Jahr so weiter. Dafür müssen ich und meine Betreuer aber gesund bleiben“, strahlte Vlhova am Fuße des Hochsteins.
Petra Vlhova (SVK) siegte vor Katharina Liensberger (AUT) und Michelle Gisin (SUI).
ÖSV-Läuferinnen machen Boden gut
Die Vorarlbergerin Katharina Liensberger lag nach dem ersten Durchgang auf Rang drei und überholte im Finale noch Gisin. Sämtliche ÖSV-Läuferinnen machten im zweiten Durchgang Boden gut. Katharina Truppe fuhr mit Laufbestzeit in der Entscheidung vom 13. auf den vierten Platz. Auf das zweite Podest ihrer Karriere fehlte der Kärntnerin nur eine Zehntelsekunde. „Die beste Laufzeit im zweiten Lauf und der vierte Platz haben einen enorm hohen Stellenwert für mich. Endlich ist der Knoten geplatzt, und nach dem neunten Platz gestern beim Riesenslalom konnte ich das nächste Top-Ergebnis holen“, sagte Truppe.
Ebenso happy zeigte sich Katharina Liensberger: „Dieser zweite Platz ist Balsam für die Seele. Ich bin so erleichtert, und das erste Podium ist auch wichtig für das gesamte Team. Im zweiten Lauf musste ich voll pushen und am Zielhang alles geben. Jetzt wünsche ich mir, dass es 2022 so weitergeht“, gab sich die Vorarlbergerin, die erst vorgestern ihre Corona-bedingte Quarantäne verlassen konnte, zuversichtlich.
v.l.n.r.: OK-Präsident Werner Frömel, Dr. Klaus Leistner, Rennleiter Siegfried Vergeiner, Prof. Peter Schröcksnadel, TVBO-Obmann Franz Teurl
Ehrung für Prof. Peter Schröcksnadel und Dr. Klaus Leistner
Dienstagabend wurden der langjährige ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel und Generalsekretär Dr. Klaus Leistner von OK-Präsident Werner Frömel und TVBO-Obmann Franz Theurl geehrt. Der ehemalige ÖSV-Präsident erhielt dabei ein Unikat aus dem Glockner-Massiv. „Wir haben Prof. Schröcksnadel für die 25 Jahre lange ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Osttirol einen in 120 Stunden geschliffenen Bergkristall überreicht. Beim ehemaligen Generalsekretär Dr. Leistner bedankten wir uns mit einer Bronzefigur von Bildhauer Michael Lang aus Virgen“, berichtete Frömel.
Text: Redaktion, Fotos: EXPA/Dominik Angerer