US-Superstar Mikaela Shiffrin holt in Lienz zum 2. Mal das Double
Nach ihrem Sieg im Riesentorlauf gewinnt Mikaela Shiffrin in Osttirol auch den Slalom – vor der Deutschen Lena Dürr und der Schweizerin Michelle Gisin.
Mikaela Shiffrin hat in Osttirol Skigeschichte geschrieben: Mit zwei Laufbestzeiten im Slalom am Freitag, 29. Dezember, holte sie nach dem Sieg beim Riesenslalom am Donnerstag das Double. Wie vor vier Jahren gewann sie beide Rennen am Lienzer Hochstein. Auch der ÖSV hatte viel Grund zum Jubeln, denn gleich vier Katharinas schafften es in die Top 10.

Auch beim Slalom gab es wieder strahlenden Sonnenschein und eine tolle Zuschauerkulisse mit rund 5.100 BesucherInnen am Hochstein. Mikaela Shiffrin legte im ersten Durchgang mit einer überlegenen Führung von 1:14 Sekunden vor ihrer Landsfrau Paula Moltzan, die im 2. Lauf ausschied, den Grundstein für ihren 93. Weltcupsieg. Mit Katharina Liensberger als Sechste und Katharina Truppe als Achte schafften es im 1. Durchgang gleich zwei ÖSV-Damen in die Top-Ten.
US-Superstar Mikaela Shiffrin auf dem Weg zu ihrem 93. Weltcupsieg.
Beim fünften Weltcupslalom der Saison kam es nicht wie erwartet zum großen Duell zwischen Shiffrin und Petra Vlhova, die sich die letzten drei Bewerbe untereinander ausgemacht hatten. Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin stahl allen die Show und schaffte mit ihrem zweiten Zweifachsieg in Osttirol nach 2019 das historische Double. Shiffrin fuhr in beiden Durchgängen Laufbestzeit, im zweiten knapp vor Katharina Gallhuber. Sie siegte schließlich 2:34 Sekunden vor der Deutschen Lena Dürr und 2:45 Sekunden vor Michelle Gisin aus der Schweiz. 2011 holte die US-Amerikanerin beim Slalom in Lienz mit Rang drei ihren überhaupt ersten Podestplatz.
Großer Jubel bei den US-Fans im „Hexenkessel“ am Hochstein
Jetzt hat Mikaela Shiffrin alle Rekorde gebrochen. „Ich fühle mich sehr wohl in Osttirol“, sagte sie noch gestern bei der Startnummernauslosung, wo sie Moderator Marco Tscharnig ihre Startnummer ziehen ließ, weil sie großen Respekt vor den Krampussen hatte. „Heute habe ich mich von Beginn an sehr gut gefühlt. Die Kurssetzungen waren sehr unterschiedlich, aber ich konnte den Flow im zweiten Lauf mitnehmen. Jetzt genieße ich endlich ein paar ruhigere Tage“, sagte die nun 56-fache Slalom-Weltcupsiegerin. Viel Lob hatte Shiffrin auch für die Pistenarbeiter für ihre tolle Arbeit übrig.
Katharina Huber wurde als Sechste beste Österreicherin und holte in Lienz ihr bisher bestes Karriereergebnis im Slalom.
ÖSV-Damen geschlossen stark – 4 unter Top 10
Die Österreicherinnen präsentierten sich beim Slalom mannschaftlich sehr stark: Katharina Huber holte als Sechste ihr bestes Karriereergebnis im Slalom. Die Niederösterreicherin machte im Finale zehn Plätze gut, dahinter folgten ihre Landsfrauen Katharina Gallhuber als Siebente, Katharina Liensberger – die gesundheitlich angeschlagen war – auf Rang acht und Katharina Truppe auf dem zehnten Platz. Franziska Gritsch beendete als Dreizehnte den Weltcupslalom in Osttirol.
„Vor allem der zweite Lauf hat zum Attackieren eingeladen. Es war so eine super Stimmung, es ist einfach so schön, vor Heimpublikum zu fahren. Im letzten Teil haben mich die Leute so richtig gepusht. Dieser sechste Platz ist extrem wichtig für mein Selbstvertrauen“, freute sich Huber.
Text: Redaktion, Fotos: EXPA Pictures/Dominik Angerer, Erich Spiess