Tristach: Favoritensieg beim „Nachttourenlauf hinter’m Kofel“

253 TeilnehmerInnen erreichten beim 18. Tristacher Nacht-Skitourenlauf am Freitag, 3. Feber, das Ziel. Christof Hochenwarter siegte mit neuem Streckenrekord.

Tief winterlich präsentierte sich Osttirol zwar schon in den Tagen vor dem Rennen, aber für den Bewerbstag war „besonders schwieriges Wetter” vorhergesagt. So machte vor allem der starke Wind den Verantwortlichen schon beim Aufbau Sorgen. Das Rennen konnte trotzdem wie geplant beginnen – die TeilnehmerInnen der Sportklasse starteten um 18.20 Uhr beim Tristacher Sportstadion, um 19.00 Uhr nahmen die TourengeherInnen der Mittelklassewertung beim Kreithof das Rennen in Angriff. Dort bliesen Windböen Technik und Werbematerial um. Das und ein Stromausfall zehn Minuten vor dem Start konnten die eingespielte Mannschaft des SV Dobernik Tristach aber auch nicht aus der Ruhe bringen.

 

Christof Hochenwarter siegte vor Daniel Webhofer und Matthias Klocker.

 

In der Sportklasse stand die heimische Skibergsteiger-Elite am Start. Christof Hochenwarter (Nationalteam-Athlet vom SC Hermagor) bewältigte mit einer neuen Streckenrekord-Zeit von 45:52 Minuten die 950 Höhenmeter und gewann damit den 18. Nachtskitourenlauf. Der Zweitplatzierte Daniel Webhofer (Compedal Racingteam und Sieger der bisherigen 2 SKIBO-Tourenläufe) konnte den Lokalmatador Matthias Klocker (Hervis Lienz) noch kurz vor dem Ziel überholen. Platz vier ging an den 3-fachen MTB-Weltmeister Alban Lakata (Team Bulls).

Ebenso einen Favoritensieg gab es in der Damenklasse durch Marita Kröhn (Kelag Energy Racing Team) mit einer Zeit von 1:00:42, gefolgt von Antonia Winkler (Kelag Energy) und Nele Kurz (DSG Lesachtal).

 

In der Damenklasse siegte Marita Kröhn vor Antonia Winkler und Nele Kurz.

 

Am Podest der Herren-Masters-Klasse (50+) lächelte Niklas Kröhn (Kelag Energy Racing Team) vom höchsten Treppchen (50:47). Neben ihm standen der Zweiplatzierte Hermann Webhofer (Rotweiler Gaimberg) und Albert Tiefenbacher (DSG Lesachtal).

Kämpfte sich Christof Hochenwarter noch relativ trocken ins Ziel, so wurde es mit Fortdauer des Rennens immer stürmischer. Die gemütlichen Geher der Mittelzeitklasse erreichten bei heftigem Schneetreiben das Ziel bei der Dolomitenhütte. Zum Glück konnte das Schlusslicht der Bergrettung Lienz kurz vor 21.00 Uhr bekanntgeben, dass alle TeilnehmerInnen das Ziel gefunden hätten.

 

 

In der Mittelzeitklasse wurden auch hervorragende Zeiten erreicht – z.B. bewältigte die Seilschaft des Sport-Klub Osttirol die Strecke in 36:15 Minuten. Insgesamt standen 27 angeseilte Teams am Start. Der errechneten Mittelzeit der 189 HobbyläuferInnen (1:18:04) kam Anna Helfenschneider mit einer Abweichung von 14,31 Sekunden am nächsten. Generell hatten die Frauen den besseren Riecher bei der Mittelzeitwertung. Lediglich Thomas Gruber als Zweiter strahlte beim Siegerfoto inmitten von 5 Damen.

 

 

Nachdem alle Sportlerinnen und Sportler wieder gesund und wohlbehalten im Tal angekommen waren, konnten im Partyzelt beim Sportplatz Tristach die Siegerehrung und die Vollmondparty über die Bühne gehen. Anton Steurer, Obmann des SV Dobernik Tristach, überreichte mit dem Tristacher Bürgermeister Markus Einhauer und Anita Tiefnig vom Hauptsponsor INTERSPORT Pilz Lienz die wertvollen Sachpreise an die GewinnerInnen der jeweiligen Klassen.

Auch alle jüngsten TeilnehmerInnen (2007 und jünger) bekamen einen Überraschungspreis überreicht. Der schnellsten Seilschaft wurde der Ehrenpreis des Tristacher Bürgermeisters übergeben, und die legendäre Nachttourenlauf-Torte – zur Verfügung gestellt von der Konditorei Glanzl – erhielt diesmal die vollzählig angetretene „Hanserfamily” aus Kals am Großglockner.

 

Text: Redaktion, Fotos: Nachttourenlauf/Rainer Ortner

06. Februar 2023 um