Lienz: Team Kolland Topsport Future gewinnt den 37. Red Bull Dolomitenmann

Mit der Vorfreude auf das Leiden, das gemäß dem Slogan „Spaß macht“, haben sich am Samstag, 7.9.2024, 120 Profi- und Amateurteams aus Extremsportler:innen den Herausforderungen des 37. Red Bull Dolomitenmanns gestellt.

Vier Mal musste gelitten werden und zudem wussten die Kajaker:innen auf völlig neuer Streckenführung nur aus ihren erstem Test, worauf sie sich heuer einließen.  Seinem Motto wurde der härteste Teambewerb der Welt einmal mehr gerecht und fand mit den vier Profis von Kolland Topsport Future den neuerlichen Sieger.

War es am frühen Samstagmorgen noch die Frage, ob der Red Bull Dolomitenmann zum vierten Mal in seiner Geschichte nebelbedingt ohne einen Paragleitbewerb auskommen muss, so blies der Südost Wind die Antwort rechtzeitig bis zum Start in den Lienzer Himmel. Begleitet von herrlichem Spätsommerwetter, ging die 37. Auflage des Extremsportstaffelbewerbs planmäßig um 10.00 Uhr in Szene. Von da an stellte sich für Kenner, Fans und Teammitglieder nur mehr eine Frage: Wird es dem ELK-Team rund um den italienischen Berglaufweltcupsieger Henri Aymonod bei ihrem fünften Antritt gelingen, die Kolland Topsport Teams zu überholen und erstmals den Red Bull Dolomitenmann Sieg zu erringen?

 

Die Anstrengung steht dem schnellsten Mann des Tages, Richard Atuya aus Kenia, am Kuhbodentörl bei der Übergabe auf Tobias Grossrubatscher ins Gesicht geschrieben.

 

Erfinder Werner Grissmann eröffnete für die 120 Bergläufer:innen das Leiden über die 2.000 Höhenmeter auf einem der schwierigsten Bergläufe der Welt. Der Kenianer Richard Atuya durchtrennte nach 1:22:19 Stunden die Zielankunftsschleife am Kuhbodentörl als Erster. Er übergab für das Team Kolland Topsport Future seine vorläufige Führung an Tobias Grossrubatscher aus Italien, der mit einer souveränen Flugleistung die Führung an seinen Mountainbiker weitergeben konnte.

 

Mit ihrem Sieg im Berglauf legte Nina Engelhard die Basis für den späteren Gesamtrang 42 ihres Teams„Sport Auer 4 Angels” und damit für die beste Damenplatzierung.

 

Ihre Red Bull Dolomitenmann-Premiere feierte die Deutsche Nina Engelhard mit einem überlegenen Disziplinen-Sieg und ließ die Zweitplatzierte Dame im Ziel auf 2.441 Meter Seehöhe knapp zehn Minuten hinter sich.

Mit der schnellsten Flugzeit sicherte sich Vorjahressieger Aaron Durogati den neuerlichen Paragleiter-Triumph und leitete die Aufholjagd seines ELK-Teams ein: „Ich habe die Athlet*innen vor mir beim Start nicht gesehen und daher nie gewusst, wo ich stehe. Erst im Ziel erfuhr ich von meiner Bestzeit, die nur deshalb möglich ist, weil ich wirklich sehr viel trainiere für den Red Bull Dolomitenmann“.

 

Rad an Rad kämpfte die Bikerin des besten Damenteams, Greta Seiwald aus Italien, auch im Downhill um Meter und Sekunden.

 

Am 17 Kilometer langen Mountainbike-Uphill behielt Leonardo Paez-Leon zwar die Führung für das Kolland Topsport Future Team, Andreas Seewald leistete bis zum Hochsteinkreuz aber Magisches. Der deutsche Teamkollege von Durogati holte im Zuge seines Rennens Minute um Minute auf und ließ den Vorsprung des Führungsteams bis auf 40 Sekunden schrumpfen.

 

Für sein Wings for Life Team sicherte sich Harald Hudetz den hervorragenden 25. Gesamtrang.

 

Die Führung des Kolland Topsport Future Teams ging mit Kajakweltmeister Hannes Aigner auch ins Wildwasser. Der Deutsche ließ aber auch auf der neuen Strecke nichts anbrennen, wenngleich ihm der fünffache Kajaksieger Lukas Kubrican auf 34 Sekunden nahekam. Kubrican überholte das auf Platz zwei liegende ELK Team und Gerhard Schmid und sicherte für sein Quartett von Kolland Topsport Professional den zweiten Gesamtrang.

„Wahnsinn! Bei allen Disziplinen wird jedes Jahr an den Streckenrekorden gekratzt und selbst auf der neuen Kajakstrecke, wo wir von einer längeren Laufzeit ausgingen, waren die Athlet*innen deutlich schneller als angenommen. Es ist unglaublich, wie sich die Leistungen beim Red Bull Dolomitenmann entwickeln und wir sind wirklich glücklich, die Besten der Besten hier zu haben“, bilanzierte Organisator Nikolaus Grissmann hoch zufrieden.

 

Übrigens: Servus TV sendet die Highlights des 37. Red Bull Dolomitenmann am 14. September 2024 um 16.40 Uhr. ORF sendet die Highlights des 37. Red Bull Dolomitenmann am 15. September 2024 um 12.45 Uhr.

 

Text: Sportredaktion, Fotos: © Lukas Pilz & Philipp Carl Riedl & Mirja Geh/Red Bull Content Pool

09. September 2024 um