Skibergsteiger M. Weißkopf bei EM in Andorra im Einsatz
Acht österreichische Athleten halten bei der Europameisterschaft im Skibergsteigen in Andorra die rot-weiß-rote Fahne hoch – unter ihnen Martin Weißkopf aus Prägraten.
Vergangenen Mittwoch war das spanische Barcelona – ein für Tourengeher ungewöhnlicher Ort – Zwischenstation der österreichischen Nationalmannschaft im Skibergsteigen, als diese zur Europameisterschaft anreiste, die von 14. bis 16. Februar in Andorra über die Bühne geht. Unter den acht heimischen Athleten, die in Andorra um Medaillen kämpfen, ist auch der Prägratner Martin Weißkopf, der derzeit eine aufsteigende Form zeigt und vergangenen Sonntag, 9. Februar, im Rahmen der Erztrophy Bischofshofen bei der österreichischen Meisterschaft den Vizemeistertitel erkämpfte. „Der Meistertitel war absolut in Reichweite, am Ende fehlten nur acht Sekunden“, so Weißkopf. Dass er den Meistertitel verfehlte, erklärt er damit, dass er am Freitag einen Weltcupsprint und am Samstag ein Individualrennen mit 1 700 Höhenmetern gelaufen ist, und am Sonntag gegen lauter Skibergsteiger antreten musste, die an den Tagen zuvor an keinen Wettkämpfen teilgenommen hatten.
Das Hauptaugenmerk legt der Prägratner heuer eindeutig auf den Weltcup. In der heurigen Saison war er bereits sechs Mal bei Weltcuprennen im Einsatz – in Val Comelico erreichte er im Sprint Rang 10 und im Individualrennen Platz 17. Insgesamt ist er in der heurigen Saison elf Rennen gelaufen, rund 20 werden noch hinzukommen. Bei der Europameisterschaft nimmt er am Freitag, 14. Februar, am Vertikalrennen teil, den Fokus legt der Skibergsteiger aber auf das Individualrennen am Sonntag mit fünf Anstiegen und Abfahrten sowie vier Tragepassagen. „Eine Platzierung unter den TOP 15 ist beim Individualrennen sicher realistisch, es hängt aber wie immer viel von der Tagesverfassung ab“, so Weißkopf.
Nach der Europameisterschaft stehen heuer noch vier Weltcuprennen an – je eines in der Schweiz und in Norwegen, die Pierra Menta und die Tour du Rutor. „Die Dichte an hervorragenden Skibergsteigern ist in der heurigen Saison brutal gestiegen, und es wird immer schwerer, eine Top-Platzierung zu erlaufen“, so der Osttiroler abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: www.werbegams.at
