Schweizer Matthias Inniger siegt bei Dolomitensprint
Ein voller Lienzer Hauptplatz trotz Regens beim Dolomitensprint am Freitagabend, 17. Jänner 2014. Der Schweizer Matthias Inniger gewinnt vor dem Vorarlberger Dominik Baldauf.
Nach der Eröffnung des 40. Dolomitenlaufwochenendes nahmen am Freitagabend 38 internationale Athleten den Dolomitensprint im Lienzer Stadtzentrum in Angriff. Über die Vorläufe mussten sich die Sportler auf dem 350 Meter langen Parcours bis ins Finale kämpfen – über eine sieben Meter hohe Rampe mit steilem Anstieg und abfallender Steilkurve, eine spektakuläre Schanze, und vor dem Zielsprint wartete noch die Spitzkehre.
Von den starken ÖSV-Läufern dominierte der Tiroler Markus Bader und kämpfte sich bis zum Finale der besten Fünf vor, ebenso der Vorarlberger Dominik Baldauf. Weltcupsieger Johannes Dürr wurde im Halbfinale durch einen Sturz aus der Bahn geworfen. „Das war bitter. Ich wollte heuer unbedingt ins Finale und eine tolle Show vor dem super Publikum abliefern. Aber leider hat es mich in der zweiten Runde erwischt. Aus der Traum vom Finale“, zeigte sich der Niederösterreicher sichtlich enttäuscht.
Der 25-jährige Matthias Inniger aus Adelboden feierte in Lienz seinen ersten Saisonsieg. „Es war unglaublich. Die Saison ist bisher gar nicht nach Wunsch gelaufen, aber meine Spritzigkeit hat sich bezahlt gemacht. Beim letzten Anstieg habe ich gemerkt, dass Dominik Baldauf etwas langsamer wird, und ich habe meine Chance gewittert“, so der Sieger im Ziel. Dominik Baldauf, eine der Nachwuchshoffnungen des österreichischen U 23-Teams, lag bis zur Zielgeraden in Führung, dann verließen ihn die Kräfte. „Ich war so blau und wurde leider von Matthias Inniger im Zielsprint noch geschluckt“, so Baldauf.
Der Schweizer Matthias Inniger siegt vor dem Vorarlberger Dominik Baldauf und dem deutschen Olympiastarter Michael Schnetzer.
Gleich in der ersten Runde stürzte am Ende des Anstieges der Österreicher Tobias Habenicht, der bis dahin überstarke Markus Bader verlor in der zweiten Runde die Kontrolle über die Ski und damit auch alle Chancen auf den Sieg. Die Nachmeldungen für das Classicrace über 42 und 20 km am Samstag, 18. Jänner, und den Dolomitenlauf am Sonntag, 19. Jänner, in Obertilliach liefen heuer so gut wie schon lange nicht mehr. „Für das Classicrace und den Dolomitenlauf sind uns sogar die Startnummern ausgegangen, und wir mussten welche nachproduzieren“, freut sich Organisator Franz Theurl über das große Interesse an den Rennen zum 40. Dolomitenlaufwochenende.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Expa/Michael Gruber
