Rekordsieger: Maximilian Kuen gewinnt zum 4. Mal die Dolomitenradrundfahrt
1.200 Sportlerinnen und Sportler aus 22 Nationen nahmen am Sonntag, 9. Juni, bei perfektem Radwetter die 112 Kilometer lange Strecke um die Lienzer Dolomiten in Angriff.
Großes Wetterglück herrschte bei der 36. Auflage der Dolomitenradrundfahrt, dem ältesten Radmarathon Österreichs. Auf der 112 Kilometer langen und mit 1.870 Höhenmetern gespickten Strecke um die Lienzer Dolomiten herrschte ideales Radwetter. Beim dritten Bewerb der Austria Top Tour, der führenden Marathonserie des Landes, ging es durch das Drautal über den Gailbergsattel, danach in das malerische Lesachtal hinauf zum Kartitscher Sattel, wo die Athlet:innen von zahlreichen Musikkapellen und vielen Fans angefeuert wurden. Der älteste Starter war 81, der jüngste erst 14 Jahr alt. Und auch der Osttiroler Isidor Ortner, der alle 36 Auflagen der Dolomitenradrundfahrt bestritt, durfte nicht fehlen.
Das Feld bei Aguntum
Das Starterfeld war bei den Damen als auch bei den Herren extrem gut besetzt. Viele Augen richteten sich auf den Weltklasse-Skibergsteiger Paul Verbnjak, der am Freitag einen Stagiaire-Vertrag beim Development-Team von Lidl – Trek bekam. Standesgemäß startete er auch erstmals mit seinem neuen Dress. Bis ins Lesachtal kam es immer wieder zu Attacken. Doch vor St. Lorenzen bildete sich die entscheidende zwölf Mann starke Spitzengruppe. Mit dabei waren alle Top-Favoriten – der zweifache Amateur-Weltmeister Johnny Hoogerland, die Ex-Rundfahrtssieger Jan Kattanek, Maximilian Kuen und Siomon Schupfer, Daniel Webhofer vom Team dolomite.bike, Jonas Holzknecht vom Tirol KTM Tirol Cycling und die beiden ÖSV-Skibergsteiger Paul Verbnjak und Daniel Ganahl.
Maximilian Kuen siegte vor Johnny Hoogerland, Simon Schupfer und Paul Verbnjak
Maximilian Kuen krönt sich zum Rekordsieger in Lienz
Bis Lienz beim prall gefüllten Zielgelände schafften noch zwei Fahrer den Anschluss, und so kam es zum Sprint der Spitzengruppe, wo sich Maximilian Kuen nach einer Fahrzeit von 2:50,23 Stunden gegen Johnny Hoogerland und Simon Schupfer durchsetzen konnte. Auf Rang vier sprintete Paul Verbnjak. Der Kufsteiner Maximilian Kuen gewann in Osttirol bereits 2014, 2017 und 2022.
Vorjahressiegerin Eva Schien (im Bild mit Maximilian Kuen) sorgte nach 2023 wieder für einen Streckenrekord bei der Dolomitenradrundfahrt.
Eva Schien mit neuem Damen-Streckenrekord
Das Damenrennen ähnelte vom Verlauf her dem des Vorjahres: Die Deutsche Eva Schien, die 2023 mit 3:02 Stunden einen neuen, famosen Streckenrekord aufgestellt hatte, setzte sich im Lesachtal uneinholbar an die Spitze. Nur wenige Minuten hinter den besten Herren passierte sie den Kartitscher Sattel. Die in Innsbruck lebende Bayerin feierte einen überlegenen Sieg und stellte mit 3:00,01 Stunden erneut einen Streckenrekord auf.
„Es war wieder ein Radsportfest rund um die Lienzer Dolomiten, und statt des prognostizierten Regens hatten wir perfektes Wetter. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr wieder die Extrem-Variante SuperGiroDolomiti über den Monto Zoncolan ausrichten können. Das ging heuer leider nicht wegen eines massiven Erdrutsches am Plöckenpass“, so OK-Chef und Tourismusobmann Franz Theurl.
Beste Stimmung herrschte wieder im Lesachtal – auch in Birnbaum feuerte die Musikkapelle die Radler an.
Text: Redaktion, Fotos: EXPA/Groder