Osttirols Judoka holten bei Tiroler Mannschaftsmeisterschaften 3 Mal Bronze
Im Wattener Judozentrum sicherten sich drei Osttiroler Teams (ein Mädchen- und ein Burschenteam sowie die Erwachsenen in der Landesliga) Bronzemedaillen.
Als coole Truppe erwies sich diesmal die Mädchenmannschaft, bestehend aus Franziska Oppeneiger, Leonie Ganzer, Sarah-Marie Wibmer und Viktoria Brugger. Nachdem sich Franziska Oppeneiger und Leonie Ganzer nach der Abwaage beide in der Gewichtsklasse -40 kg wiederfanden, Sarah-Marie Wibmer -44 kg und Viktoria Brugger -48 kg abgewogen wurden, stand fest, dass vier von insgesamt sieben Gewichtsklassen nicht besetzt werden konnten. Damit waren der Meister- und der Vizemeistertitel eine „mission impossible“, und für Bronze brauchte es ein kleines Wunder und starke Nerven. Und alles ist wirklich so schön eingetreten: Gegen das Team des Judozentrums Innsbruck, das den Vorjahrestitel erfolgreich verteidigen konnte, und auch gegen das fast vollzählig angetretene Team des JC Wängle setzte es zwar jeweils eine Niederlage, aber mit jeweils 4:2 knapper als erwartet.
Gegen das Team der WSG Wattens schafften die tapferen Osttiroler Mädels in der Hauptrunde ein sensationelles 2:2. Nach dem Hauptdurchgang war sodann der überaus seltene Fall gegeben, dass zwei Teams – Osttirol und Wattens – exakt dieselbe Zahl an Siegen aufzuweisen hatten und auch in puncto Unterbewertung Gleichstand gegeben war. Dies bedeutete, dass drei Gewichtsklassen – von insgesamt sieben möglichen – per Los zu ziehen und diese drei Kämpfe noch einmal auszutragen waren.
Eine tolle Mannschaft mit ihren stolzen Trainern Michael Rainer und Mario Riepler sowie Nachwuchsbetreuer Gabriel Bretschneider
Glücksgöttin Fortuna war diesmal den Osttiroler Mädels hold, denn exakt die drei „Osttiroler Gewichtsklassen“ -40 kg, -44 kg und -48 kg wurden gezogen. Franziska Oppeneiger verlor ihren Kampf, Sarah-Marie Wibmer stellte auf 1:1, und so lag es an Viktoria Brugger, die einen überzeugenden Auftritt hinlegte und auf 2:1 für Osttirol stellte. Damit war die Bronzemedaille gesichert. Auch bei den Burschen musste das heimische Team leider zwei Gewichtsklassen vorgeben. Mit diesem Handicap war zwar gegen das Team des JC Kufstein, das den Titel meisterlich verteidigen konnte, und auch gegen Innsbruck nicht viel zu holen, im Kampf um Bronze gegen das Gastgeberteam der WSG Wattens zeigten die Osttiroler Jungs aber ihre Nervenstärke und ihr Judokönnen: Mit einem ungefährdeten 4:2-Sieg sicherten sie sich verdient die Bronzemedaille.
Robin Baumgartner (im weißen Judogi) zeigte einmal mehr sein technisches Judokönnen.
Unmittelbar im Anschluss an die Schülermeisterschaften starteten die Landesliga-Mannschaften den Meisterbewerb. Als unschlagbar erwies sich einmal mehr die Mannschaft Innsbruck 1, die den Vorjahresmeistertitel souverän verteidigte. Das heimische Team mit Manuel Wiesler (-60 kg), Matthias Ritsch (-73 kg), Gabriel Bretschneider (-81 kg), Max Baumgartner (-90) und Mario Riepler (+90 kg) kämpfte tapfer mit, musste sich aber mit 2:8 geschlagen geben. Die beiden Punkte für Osttirol holte der Kufsteiner „Legionär“ Max Baumgartner, der nach einer verletzungsbedingten Kampfpause einen hervorragenden Eindruck hinterließ.
Gegen die Athleten der WSG Wattens lagen die Osttiroler zur Halbzeit noch mit 3:2 in Führung, sie mussten sich letztlich aber mit 6:4 geschlagen geben. Mit einem ungefährdeten 7:3-Sieg gegen Innsbruck 2 holte sich die Judo Union Osttirol aber noch Bronze. Manuel Wieser, Matthias Ritsch und Gabriel Bretschneider siegten je 2 Mal und Max Baumgartner einmal.
Text: Redaktion, Fotos: Judo Union Osttirol