Osttiroler „Speedjunkie“ gewinnt Gold für Österreich

Bereits am 2. Wettkampftag des Europäischen Olympischen Jugend-Festivales (EYOF) in Rumänien holte der Osttiroler Manuel Annewanter im Riesentorlauf Gold.

Eigentlich galt der junge Athlet nur als Außenseiter. „Aber der Hang liegt mir, er ist steil und sehr eisig“, so Annewanter. Und der 17-jährige Obertilliacher ließ sich auch durch die Halbzeitführung nicht aus der Ruhe bringen. „Ich habe versucht, erst gar nicht groß nachzudenken, sondern mich rein aufs Fahren zu konzentrieren. Das ist mir eigentlich sehr gut gelungen“, freute sich der Osttiroler. Manuel hat gut lachen, mit 17 fast olympisches Gold, muss ihm erst jemand nachmachen. An Ski-Alpin gefällt ihm besonders, „dass es einfach ein tolles Gefühl ist, so schnell wie nur möglich durch die Tore zu carven.“

Insgeheim sieht sich der Osttiroler Naturbursch als „Speedjunkie“, obwohl er bisher in den Speed-Disziplinen noch keine großen Erfahrungen gemacht hat. Und wie bereitet sich der Obertilliacher am besten auf einen Wettkampf vor? „Das Erste ist es, mit einer positiven Einstellung zum Hang zu kommen. Nachdem ich mich gut eingefahren habe, präge ich mir den Lauf genau ein und merke mir insbesondere die Schlüsselstellen. Das Aufwärmen vor dem Rennen spielt eine sehr große Rolle. Ich gehe den Lauf in meinen Gedanken durch und schon kann es losgehen.“

Manuels Motto hat sich jedenfalls bereits als richtig erwiesen: „Wer hart arbeitet, wird dafür belohnt“ und das hat er sich von Manni Pranger abgeschaut. Man darf gespannt sein, ob es Manuel Annewanter auch bis zum Weltmeister schafft. Den ersten großen Schritt dahin hat er bereits gemacht.

Text: Sportredaktion, Foto: Tiroler Versicherung

 

21. Februar 2013 um