Marlies Schild: Freue mich auf den Slalom am Sonntag

Sie ist die TOP-Slalomläuferin Österreichs und mit Vreni Schneider die erfolgreichste Athletin der alpinen Weltcupgeschichte im Stangenwald: Marlies Schild.

Am 29.12. wird der letzte Weltcup-Slalom des Jahres in Lienz über die Bühne gehen. Wer weiß, vielleicht wird Marlies Schild in Osttirol der geschichtsträchtige 35. Erfolg gelingen? Dass ihr der H2000-Hang am Hochstein liegt, konnte die Salzburgerin bisher durch drei Slalomerfolge beweisen: 2005 siegte sie 1,02 Sekunden vor Niki Hosp. 2009 begeisterte sie die Fans, als sie mit 1,83 Sekunden vor der Französin Sandrine Auberg gewann. Und vor zwei Jahren beim letzten Slalom-Weltcup in Lienz hieß die Siegerin erneut Marlies Schild. Dass sich das Slalom-Ass auf den Bewerb in Lienz freut, betont Schild auch im folgenden Interview mit den Weltcup-Veranstaltern:

Marlies, du bist als dreifache Titelverteidigerin und als Rekordfrau nach Lienz angereist. Mit welchem Gefühl?

Natürlich mit einem sehr positiven Gefühl. Lienz ist für mich als Pinzgauerin ja beinahe wie ein Heimrennen. Ich werde mich aber nicht auf meinem letzten Erfolg ausruhen, sondern es ist ein neues Rennen und da gilt es wieder, die bestmögliche Leistung abzurufen. Aber gerade darauf freue ich mich!

Die größte Konkurrenz kommt derzeit aus dem eigenen ÖSV-Lager. Habt ihr die Vorbereitung vor dieser Saison anders gestaltet?

Wir hatten im Herbst oft sehr schwierige Verhältnisse. Unsere Trainer mussten sich richtig ins Zeug legen, um gut fahrbare Verhältnisse zu sichern. Daher haben wir oft schwierig trainiert, was aber sicher kein Nachteil ist.

Was bedeutet für dich ein Heimrennen?

Im Grunde schaue ich immer von Rennen zu Rennen und versuche mich immer gut einzustellen bzw. hat jeder Bewerb einen hohen Stellenwert für mich. Zu Hause gut zu fahren, ist aber schon was ganz Besonderes, da man die Begeisterung und Freude der Zuschauer noch intensiver erlebt.

Was erwartest du dir vom WC-Rennen in Lienz?
Ich möchte mich gar nicht auf irgendein Ergebnis festlegen. Es ist alles möglich und ich erwarte mir ein sehr selektives Rennen.

Welche Erinnerungen hast du an Lienz?

Sehr, sehr gute, wenngleich es auch Rennen gegeben hat, bei denen es nicht so gut gelaufen ist. Missen möchte ich keine einzige Erinnerung, da auch Misserfolge sehr positiv zu meiner Entwicklung beigetragen haben.

Text: J. Hilgartner, Foto: Expa Pictures

 

27. Dezember 2013 um