Marathonasse am Start der Dolomitenradrundfahrt

An die 2 000 Radsportler aus ganz Europa werden bei der 27. Auflage der Dolomitenradfundfahrt erwartet – auch viele Topfahrer bei „SuperGiroDolomiti“.

Seit Wochen laufen die Vorbereitungsarbeiten für die 27. Dolomitenradrundfahrt, die am 7. und 8. Juni über die Bühne geht, auf Hochtouren. Eine besondere organisatorische Herausforderung war heuer die Organisation des „SuperGiroDolomiti“, des neuen Extremmarathons, bei dem die Athleten 232 Kilometer und 4 820 Höhenmeter zu bewältigen haben. Die Top-Favoriten für dieses Rennen kommen allesamt aus Italien. „Das Team Beraldo Greenpaper Ovini um den Marathonsuperstar Robert Cunico und seine Teamkollegen Enrico Zen sowie UWCT-Amateurweltmeister Bernd Hornetz räumen derzeit so ziemlich alles ab und zählen auch bei uns zu den Favoriten“, so Organisator Franz Theurl.

Die Auffahrt auf den Nassfeldpass ...

Die Auffahrt auf den Nassfeldpass …

Die stärksten Asse aus österreichischer Sicht sind der amtierende Marathon-Staatsmeister für Hobbyfahrer Michael Kastinger aus Oberösterreich. Ebenso am Start der Salzburger Top-Fahrer Paul Lindner. Der Tiroler Stefan Kirchmair will nach seinem Triumph bei der klassischen 112 km-Strecke im Vorjahr heuer beim „SuperGiroDolomiti“ die italienischen Favoriten herausfordern.

Beeindruckt vom neuen Race zeigte sich auch der Tiroler Extremradler Dr. Wolfgang Mader, der im vergangenen Jahr das Race Across America bestritt und die komplette Strecke des neuen Extremmarathons auf dem Ergometer radelte. „Ich bin die Türme von links nach rechts abgefahren und habe die Strecke in 5:40 Stunden bewältigt“, so Mader. Die von ihm angesprochenen Türme sind der 6 km lange Gailbergsattel (350 Höhenmeter), der Plöckenpass (11 km, 700 hm), der Lanzenpass (15,4 km, 1 088 hm) und der Nassfeldpass (13,4 km, 970 hm). Die restliche Strecke von Kötschach-Mauthen über Kartitsch ins Ziel nach Lienz ist noch einmal 41 km lang, 1 250 Höhenmeter sind zu bewältigen.

... bei der Abfahrt von Paularo ...

… und die Abfahrt von Paularo

Als besonders schwierig erwies sich die Schneeräumung am Lanzenpass. Mehrere Lawinen haben die Straße verlegt. Die Helfer der Gemeinden Paularo und Pontebba standen in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz, um die großen Mengen an Geröll und Holz zu verräumen. „Ein einzigartiges Erlebnis wird für die österreichischen Extremradler, dass sie schon am Grenzübergang Plöckenpass von einer italienischen Polizei-Eskorte erwartet werden“, berichtet Theurl.

Das Radwochenende in Osttirol startet am Samstag, 7. Juni, um 15.00 Uhr, mit dem Kids Race. Ab 18.30 Uhr kann man bei der Kaiserschmarrenparty in der Dolomitenhalle seine Energiespeicher auffüllen, und ab 20.00 Uhr steigt in der Lienzer Innenstadt die Rundfahrt-Party. Am Sonntag, 8. Juni, erfolgt um 6.30 Uhr der Blockstart zum 232 km langen „SuperGiroDolomiti“ und um 10.00 Uhr jener zur klassischen 112 km langen Dolomitenrundfahrt. Die Athleten beider Rennen werden ab ca. 12.30 Uhr im Ziel am Johannesplatz zurückerwartet. Die Siegerehrung findet um 15.30 Uhr in der Dolomitenhalle statt.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: LRC Lienz/Felgenhauser

04. Juni 2014 um