Lienz: Skistars trainieren am Hochstein – erste Schwünge von Manuel Feller
Nachdem die Technikerinnen aus Kroatien und der Schweiz in Lienz trainiert haben, bereiten sich nun die ÖSV-Herren am Hochstein auf die nächsten Weltcup-Rennen vor.
Nach dem Skiweltcup der Damen am Hochstein ist vor dem Skiweltcup in Zagreb. Einige Nationen haben sich nach Weihnachten auf der Weltcuppiste am Hochstein für die nächsten Weltcuprennen vorbereitet. Heute Freitag und morgen Samstag trainieren die ÖSV-Herren in Lienz. Besonders beobachtet wurde dabei Technik-Ass Manuel Feller, der nach seiner Verletzung die ersten rennmäßigen Schwünge in den Schnee der Osttiroler Weltcuppiste zog und grünes Licht für den Weltcup-Slalom in Zagreb bekam.
Der Kärntner Marco Schwarz bereitet sich auch in Lienz für den Slalom in Zagreb vor.
Die beiden Weltcupsiege von Mikaela Shiffrin beim Riesenslalom und Slalom am 28. und 29. Dezember 2019 am Lienzer Hochstein und der Umstand, dass die Piste bis zu den ganz hohen Startnummern hielt, haben die Runde gemacht. Da es derzeit wenige Trainingsmöglichkeiten für die WeltcupfahrerInnen gibt, kamen einige Nationalmannschaften nach den Weihnachtsfeiertagen nach Lienz. „Aufgrund der starken Schneefälle im November und der außerordentlich guten Schneelage in Lienz ist es uns gelungen, eine perfekte Piste für den Damen Skiweltcup herzustellen. Die ausgezeichneten Vorbereitungsmaßnahmen sind auch knapp eine Woche nach dem Weltcupspektakel noch deutlich spürbar, und somit hat sich die Botschaft einer perfekten Trainingspiste weltweit schnell verbreitet. Ich bin stolz, dass wir den Athletinnen und Athleten diese Trainingsmöglichkeiten bieten und gleichzeitig unseren Gästen die Talabfahrt ermöglichen können“, sagt Mario Tölderer, Vorstand der Lienzer Bergbahnen AG.
Manuel Feller: „Natürlich habe ich schon auf Schnee trainiert, aber das heute hier in Lienz war schon rennmäßiges Skifahren auf kompaktem Untergrund. Ich freue mich riesig, dass ich wieder in den Stangen bin.“
Heute Freitag, 3. Jänner, trainierten die österreichischen Techniker am Hochstein. „Der Hauptgrund, warum heuer so viele Nationen bei uns trainieren, ist, dass es wenige vergleichbare Pisten im gesamten Alpenraum gibt, wo derart gute Bedingungen herrschen. Die Strecke ist abwechslungs- und kurvenreich und bietet gute Trainingsmöglichkeiten für die Fahrer“, ergänzt Tölderer, der auch Vizepräsident des Weltcup-Organisationskomitees in Lienz ist. Unter besonderer Beobachtung stand in Lienz Manuel Feller, der sich beim Training für den Riesenslalom in Copper Mountain Anfang Dezember einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich zugezogen hatte. „Der erste richtige Härtetest ist bestanden. Natürlich habe ich schon auf Schnee trainiert, aber das heute war schon rennmäßiges Skifahren auf kompaktem Untergrund. Ich muss natürlich noch aufpassen, aber ich freue mich riesig, dass ich wieder in den Stangen bin“, so der Tiroler nach dem Training.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Expa Pictures