Judo Union Osttirol: Der Judosport verbindet und bewegt

Bei nationalen und internationalen Turnieren zeigen die Osttiroler Judoka immer wieder auf. Grund für diese Erfolge ist sicher auch das konsequente Training in Gaimberg und Matrei.

Der Judosport hat in Osttirol Tradition. In den 1970er-Jahren war Jakob Berger der erste Osttiroler, der in einer österreichischen Liga kämpfte. Sein Bruder Franz nahm 1980 sogar an den Olympischen Spielen in Moskau teil. Mit Leonie Brugger (18), Christina Raffler (27), Sarah-Marie Wibmer (16), Gabriel Bretschneider (21) und Manuel Wiesler (30) sind aktuell fünf Judoka aus dem Bezirk Lienz für Bundesliga-Vereine tätig.

 

v.l.n.r.: Betreuer Sven Bretschneider mit den Bundesliga-KämpferInnen Gabriel Bretschneider, Leonie Brugger, Sarah-Marie Wibmer und Manuel Wiesler

 

„Judo ist eine wunderbare Sportart, um Körper und Geist zu trainieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei Werte wie Respekt, Disziplin, Höflichkeit und Bescheidenheit. Judo ist außerdem für Kinder und Jugendliche eine ideale Sportart, um beste Voraussetzungen in den Bereichen Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination zu schaffen, aber auch um ihre Persönlichkeit zu entwickeln“, sagt der Matreier Sven Bretschneider. Er fungiert bei der Judo Union Osttirol als Kassier, organisiert Wettkämpfe und vertritt den Bezirk im Landesverband. Sein 21-jähriger Sohn Gabriel zählt neben Sarah-Marie Wibmer, Leonie Brugger, Christina Raffler und Manuel Wiesler zu den Aushängeschildern des Judosports in Osttirol.

Sarah-Marie Wibmer und Leonie Brugger kämpfen im Team Tirol in der 1. Damenbundesliga, Christina Raffler bestreitet bei den Judo Tigers aus Bischofshofen ihre mittlerweile 5. Saison in der höchsten Damenbundesliga. Manuel Wiesler und Gabriel Bretschneider wurden vom JC Dornbirn für die 2. Herren-Bundesliga engagiert und machen immer wieder durch hervorragende Leistungen auf sich aufmerksam.

 

 

v.l.n.r.: Jakob Unterrainer-Rautter, Felix Thaler-Gollmitzer (Österreichischer Meister U16) und Matthias Unterrainer-Rautter

 

Äußerst erfolgreich waren die Osttiroler Judoka auch wieder bei den Österreichischen Meisterschaften und Staatsmeisterschaften 2022: Felix Thaler-Gollmitzer holte sich den österreichischen Meistertitel in der U16, Gabriel Bretschneider wurde in der U23 Vizemeister und Leonie Brugger U21-Vizemeisterin. Bei den Staatsmeisterschaften sicherte sich Christina Raffler in der Allgemeinen Klasse den dritten Rang. Außerdem belegte die 27-jährige Polizistin bei den „World Police and Fire Games 2021“ in Rotterdam den hervorragenden dritten Platz.

 

Das Trainerteam v.l.n.r.: Michl Rainer, Manuel Wiesler, Magdalena Goller und Leonhard Unterrainer

 

„Besonders groß war unsere Freude im heurigen Jahr auch darüber, dass unser Herren-Team mit Fabian Waldner, Manuel Wiesler, Marc Girstmair, Gabriel Bretschneider und Elias Schneeberger sowie mit den beiden Legionären Philipp Mitterer-Egger aus Kirchberg und Maxi Ritsch aus Fieberbrunn zum ersten Mal in der Geschichte unseres Vereins die Alpen-Adria-Liga gewonnen hat“, berichtet Sven. Das regelmäßige und konsequente Training bezeichnet der Matreier als wichtigsten Baustein für den Erfolg. In den Turnsälen des Schulzentrums Matrei und der  Volksschule Gaimberg trainieren die Anfänger wöchentlich einmal, die Fortgeschrittenen an zwei und die Kader-SportlerInnen an drei Abenden in der Woche.

 

 

„Mit Leonhard Unterrainer, Magdalena Goller, Carmen Panzl, Sarah Lang, Mario Riepler, Johann Brunner, Michl Rainer und Manuel Wiesler verfügen wir über ein kompetentes Trainerteam, das sowohl unsere jungen, als auch die arrivierten Judoka nicht nur sportlich optimal betreut, sondern auch weiß, wie man die Athletinnen und Athleten motivieren kann.“

 

 

Auch als Schulsport ist Judo im Bezirk Lienz stark verankert. Die Nachwuchsjudoka der Hauptschule Matrei waren bereits mehrmals Sieger der Schulwertung des Tiroler Judolandesverbandes. Außerdem nimmt die Judo Union Osttirol regelmäßig an der vom Amt der Tiroler Landesregierung gemeinsam mit den Dachverbänden organisierten Aktion „Tiroler Schulsportservice“ teil. „Als besondere Wertschätzung für unseren Sport und unseren Verein sehen wir es, dass in der Volksschule Gaimberg die Schüler-Innen aller vier Klassen wöchentlich in zwei Sport- und Bewegungseinheiten in Judo unterrichtet werden. Im Kindergarten Gaimberg wird zudem für die Kleinsten auch ein ,Prä-Judo‘ angeboten“, so Sven Bretschneider abschließend.

 

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Elias Bachmann

28. November 2022 um