Jahrzehntelange Spannungsgarantie: Der Red Bull Dolomitenmann in Lienz
Der Dolomitenmann geht am Samstag, 7. September, in seine 37. Auflage. Vom Premierenjahr 1988 bis heute ist der auch als „härtester Teambewerb der Welt” bezeichnete Event ein Spannungsgarant für Sportler:innen und Zuschauer:innen.
Was 1988 mit Querfeldeinrädern des Bundesheeres und verhältnismäßig schweren Paragleitschirmen begann, ist heute ein Wettkampf von Spitzensportler:innen mit High Tech Ausrüstung: aus bis zu vier Kilogramm wurden etwas mehr als 1000 Gramm, welche die Paragleit-Pilot:innen vom Kuhbodentörl ins Dolomitenstadion befördern, und die Querfeldeinräder wurden längst von Carbon Bikes mit Vollfederung abgelöst. Gleichgeblieben sind der unvergleichliche Spirit, die sportliche Höchstleistungen und der Teamgeist.
Der Red Bull Dolomitenmann ist der internationale Outdoor-Team-Staffelbewerb auf höchstem Spitzensportniveau und eingebettet in die spektakuläre Naturarena der Lienzer Dolomiten unkopierbar. Dennoch ist das Organisationsteam um Nikolaus Grissmann jahrein jahraus bemüht, auf der Attraktivitätsleiter für Athlet:innen wie für Zuschauer:innen eine weitere Stufe nach oben zu steigen.
Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl ist als Lokalmatador mit der Mountainbikestrecke bestens vertraut und wird im Team Wings for Life mit Biathlon-Weltmeister Dominik Landertinger, Paragleitlegende Wendelin Ortner und dem siebenfachen Dolomitenmann-Sieger Harald Hudetz an den Start gehen.
Bei der 37. Auflage des „Sportbewerbs für die Härtesten unter der Sonne”, wie ihn Erfinder Werner Grissmann einst so treffend beschrieb, scheint dieses Vorhaben erneut zu gelingen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet die neue und völlig veränderte Kajakstrecke, auf der über eine eigens konstruierte Rampe die Kajaker neu einbooten müssen, um spektakulär ins Wasser zu sliden. Dem nicht genug sind die Wildwasserspezialisten am 7. September doppelt gefordert, müssen sie angepasst an das internationale ICF Reglement heuer erstmals in ein und demselben Bootstyp an den Start gehen.
„Diese Anpassung an das Reglement ist ein Schritt in Richtung weiterer Professionalisierung unserer Veranstaltung. Wir wissen von Herstellern, dass Boote, die beim Red Bull Dolomitenmann im Einsatz waren, nicht mehr hergestellt werden. Diese Boote mit sehr speziellen Eigenschaften immer wieder neu zu produzieren, ist für Athlet:innen kostspielig und für Hersteller unrentabel. Eine Anpassung an das Reglement war daher die logische Folge, um mehr Fairness im Teilnehmerfeld zu schaffen“, begründet Nikolaus Grissmann die Neuerung. „Wir sind auch der Meinung, dass die neuen Materialien und deren ständige Weiterentwicklung, nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern vor allem auch für mehr Spannung sorgen. Auch das ist eine Art Wettbewerb unter den Teilnehmer:innen, der den Red Bull Dolomitenmann so unnachahmlich macht.“
Aaron Durogati ist ein Meister seines Faches und hat im Vorjahr die Strecke vom Kuhbodentörl über die Moosalm bis in das Lienzer Dolomitenstadion als Schnellster zurückgelegt.
Vorjahres-Sieger im Paragleiten, Aaron Durogati, macht die nie enden wollende Spannung an Zahlen und Fakten in seiner Sportart fest. „Der Schirm, den ich jetzt gerade beim Dolomiti Super Fly fliege, wiegt 1,06 Kilogramm. Mein erster Paragleitschirm, den ich beim Red Bull Dolomitenmann im Einsatz hatte, wog rund das Zweieinhalbfache. Ähnlich verhält sich die Gewichtsentwicklung beim Gurtzeug, das heute knapp ein Kilogramm wiegt und vor 10 Jahren etwa zwei Kilogramm schwer war. Die Größe meiner Schirme ist von 16 auf rund 14 Quadratmeter zurück gegangen.“
Der Team Staffelwettbewerb ist neben den extremen Herausforderungen an Menschen und Material auch für sein unvergleichliches und kostenloses Rahmenprogramm vor allem bei Familien beliebt. Die besten Zuschauerhotspots sind im Dolomitenstadion, auf der Moosalm, in der Pfister und am Lienzer Hauptplatz, auf dem auch internationale Showacts musikalisch für Stimmung sorgen. Lum!x begrüßt die Gäste, Fans und Zuschauer am Freitag, 6. September, ab 19.00 Uhr, im Rahmen der Ö3 Warm-Up-Night. Nach der Siegerehrung heizen am Samstag, 7. September, ab 18.30 Uhr, King & Potter bei der Ö3 Champions Night den Zuschauern ein.
Fotos: Red Bull Content Pool/Lukas Pilz/Mirja Geh