Italienische Dominanz beim Dolomiten Classicrace

Nach dem Sieg beim Dolomitensprint räumten die Italiener auch beim Dolomiten Classicrace am 19.1. kräftig ab. Über die Langdistanz siegte mit Annika Sjöström aber eine Finnin.

Minusgrade und etwas Schneefall in der Nacht sorgten für herrliche Bedingungen für das Dolomiten Classicrace in Obertilliach. Zwei Distanzen über 42 und 23 Kilometer in der klassischen Technik warteten auf die Teilnehmer aus 27 Nationen. Die höchste Erhebung der Strecke lag beim Kartitscher Sattel auf 1.550 Metern Seehöhe. Im Herrenrennen über die 42 Kilometer sorgte ein Langläufer 15 Kilometer vor dem Ziel für die Entscheidung: Lorenzo Busin aus dem Belluno setzte sich an die Spitze und gab das Rennen nicht mehr aus der Hand. Er siegte nach 2:08,30 Stunden mit 3:19 Minuten Vorsprung klar vor seinem Landsmann Riccardo Mich und 5:34 Minuten vor Christian Lorenzi, einem weiteren Italiener. „Das ist mein erster großer internationaler Triumph. Ich bin überglücklich und danke vor allem meinem Servicemann, der meine Skier perfekt präpariert hat“, freute sich der 22-jährige Busin im Ziel.

 

Im Bild das Herren-Podium (42 km) mit Lorenzo Busin, Riccardo Mich und Christian Lorenzi

 

Oberösterreicher als bester Österreicher

Bei seinem ersten Start in Osttirol schaffte es der 24-jährige Simon Kugler vom Fischer Racing Team fast aufs Podest. Mit Rang fünf war der Oberösterreicher aus Liebenau aber mehr als zufrieden. Als zweitbester Österreicher landete das Tiroler Marathon-Urgestein Thomas Steurer an der neunten Stelle. Eine tolle Leistung bot auch Ex-Biathlet Daniel Mesotitsch mit Rang 18.

 

Im Bild Ex-Biathlet Daniel Mesotitsch auf der 42 km-Distanz

 

Finnischer Sieg bei den Damen

Mit einer Zeit von 2:57,14 Stunden triumphierte im 42 km-Rennen bei den Damen die Finnin Annika Sjöström, die damit für den einzigen nicht-italienischen Sieg sorgte. Sie setzte sich mit deutlichem Abstand vor ihrer Landsfrau Milla Toivonen und Michaela Schwarzenbacher aus Wagrain durch.

Dolomitensprint-Sieger triumphiert auch über Kurzdistanz

Die 23 Kilometer lange Kurzdistanz dominierten die italienischen Langläufer: Stefan Zelger, der gestern den Dolomitensprint gewann, setzte sich gleich beim ersten Anstieg ab und feierte nach 1:09,08 Stunden einen souveränen Sieg mit 50 Sekunden Vorsprung vor Lorenzo Romani und 59 Sekunden vor Landsmann Claudio Muller. „Besser hätte es nicht laufen können: Gestern der Sieg beim Sprint und heute beim Classicrace“, jubelte Zelger. Als bester Österreicher landete der Salzburger Tobias Riedlsperger mit 1:18 Minuten Rückstand auf Rang fünf. Er hatte somit ein „Déjà-vu“, denn schon gestern beim Sprint holte er dieses Ergebnis.

 

Im Bild das Damen-Podium (23 km) mit Virginia Topranin, Chiara De Zolt Ponte und Alessia De Zolt Ponte

 

Bei den Damen setzte sich die italienische Weltcupläuferin Virginia De Martin Topranin klar nach 1:19,44 Stunden Laufzeit gegen ihre Landsfrau Chiara De Zolt Ponte mit zwei Minuten Vorsprung durch. Dritte wurde mit Alessia De Zolt Ponte ebenfalls eine Italienerin.

Höhepunkt am Sonntag mit dem 45. Dolomitenlauf

Am morgigen Sonntag kommt es auf der gleichen Strecke des heutigen Klassikrennens mit dem 45. Dolomitenlauf zum Höhepunkt des Langlaufwochenendes in Osttirol. Das traditionsreiche Langlaufrennen beginnt um 10.00 Uhr beim Biathlon- und Langlaufzentrum in Obertilliach. Spätentschlossene können sich noch bis kurz vor dem Start im Biathlonzentrum anmelden. Traumwetter mit viel Sonnenschein wird vorausgesagt!

 

 

Text: Redaktion, Fotos: Expa Pictures

19. Januar 2019 um