Hundstoa-Ranggeln 2019: Gabriel Mariner verteidigt seinen Titel

Trotz Regenwetter ließen sich am 28.7. hunderte Zuschauer das Ranggler-Event auf dem markanten Pinzgauer Grasberg nicht entgehen. Gabriel Mariner aus Virgen holte Gold.

Der Hohe Hundstein ist ein besonderer Berg im Zentrum des Pinzgaues und liegt in unmittelbarer Nähe zur Bezirkshauptstadt Zell am See. Der hier alljährlich um Jakobi (25. Juli) stattfindende Ranggler-Bewerb gehört zu den traditionsreichsten Sportveranstaltungen in Salzburg und zu den ältesten im Alpenraum. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1518, seit 2010 ist das „Hundstoa-Ranggeln“ immaterielles Kulturgut der UNESCO.

 

In der Naturarena unterhalb des Statzerhauses auf 2.117 m Seehöhe stellten sich die Athleten ihren Kämpfen.

 

Am Beginn des diesjährigen Jakobi-Ranggelns, das am Sonntag, 28.7., über die Bühne ging, stand die traditionelle Bergmesse, die Ranggler-Pfarrer Klaus Laireiter eindrucksvoll gestaltete. Danach wurde aufgrund des nahenden Regens zügig mit dem Ranggeln in den Schülerklassen begonnen. Unter insgesamt 91 Teilnehmern waren auch Ranggler aus allen Teilen Tirols, darunter mit Lenny Wurnitsch, Gabriel Mariner, Erich Greinhofer und Manuel Stotter auch eine kleine Delegation aus Osttirol. In der Gruppe bis 8 Jahre ging der Sieg an den Pongauer Tristan Laubichler.

 

Faire Wettkämpfe prägten auch das diesjährige Hundstoa-Ranggeln. Im Bild der spätere Goldmedaillengewinner aus Osttirol, Gabriel Mariner bei einem seiner Fights.

 

In der Klasse bis 10 Jahre holte sich Seriensieger Gabriel Mariner aus Virgen den Titel. Gabriel wurde seiner Favoritenrolle gerecht und erkämpfte sich mit vier klaren Siegen die Goldmedaille. Die Siege in den Klassen bis 12 und bis 14 Jahre sicherten sich Fabian Hofer aus dem Passeiertal und Tobias Bernsteiner aus Piesendorf. In der Jugendklasse bis 16 Jahre entschied Hubert Illmer das rein Pongauer Finale für sich, in der Klasse bis 18 Jahre war der Pongauer Helmut Salzmann nicht zu schlagen.

 

Zuerst ranggeln die Kinder und Jugendlichen, dann die Männer. Der Wettbewerb läuft nach strengen Regeln ab: Sieger ist jener Ranggler, dem es gelingt, alle Gegner am Boden auf den Rücken zu zwingen.

 

Nach und nach wurde das Wetter schlechter. Bei teils strömendem Regen ging es dann in den Allgemeinen Klassen zur Sache: In der Klasse IV. ging die Goldmedaille an den Bramberger Michael Voithofer. Er setzte sich gegen den Matreier Erich Greinhofer durch, der Platz 2 belegte. Den Sieg in den Klassen III. und II. holten sich der Piesendorfer Andreas Moser bzw. Thomas Grössig aus Niedernsill. Den begehrten Hundstoan-Titel – bei diesem Bewerb sind nur Salzburger startberichtigt – konnte erstmals der Leoganger Christoph Eberl für sich entscheiden.

 

Der Hundstein wurde seit jeher deshalb als Austragungsort gewählt, weil er sich inmitten der Pinzgauer Grasberge befindet und von allen Seiten – Maria Alm, Zell am See, Bruck an der Großglocknerstraße und Hinterthal – gut zu Fuß erreichbar ist.

 

Die insgesamt 91 Athleten trotzten auch den zum Teil widrigen Witterungsbedingungen. Bei Veranstaltern wie Siegern war die Freude zum Abschluss des Ranggler-Spektakels groß!

 

Text: Josef Hilgartner, Fotos: Franz Holzer und Peter Märkl

30. Juli 2019 um