Glocknerkönig: Über 2.300 Radbegeisterte folgten Ruf des höchsten Berges Österreichs
Bei strahlendem Sonnenschein und optimalen Bedingungen fand am Sonntag, 1. Juni, die 28. Auflage des legendären Bergrennens auf der Großglockner Hochalpenstraße statt. Sportler:innen aus Deutschland und Österreich dominierten.
Der Glocknerkönig 2025 präsentierte sich in Bestform. Bereits am frühen Morgen lag Spannung in der klaren Bergluft, als sich das Teilnehmerfeld in Bruck an der Glocknerstraße formierte. Ob in der Classic-Wertung mit Ziel am Fuscher Törl (2.428 m) oder in der anspruchsvollen Ultra-Kategorie bis zur Edelweißspitze (2.571 m) – der Glocknerkönig bot auch in diesem Jahr ein Spektakel für Athleten, Zuschauer und die gesamte Region.
Vom Startschuss an entwickelte sich das Rennen zu einem spannungsgeladenen Kräftemessen. In beiden Kategorien – Classic und Ultra – wurde entschlossen um jede Sekunde und jeden Höhenmeter gekämpft. Taktisch geprägte Gruppenfahrten wechselten sich mit mutigen Attacken ab, während sich das Spitzenduo rasch herauskristallisierte.

In der Classic-Wertung zeichnete sich schon früh ein Favorit ab. Pascal Wiederhold aus Deutschland überquerte als Erster die Ziellinie am Fuscher Törl und sicherte sich mit einer beeindruckenden Zeit von 1:15:56,0 h den Titel. „Nachdem ich anfangs in der Gruppe gefahren bin, war es optimal, als ich mich mit René Pammer absetzen konnte. Ein perfektes Duell“, kommentiert der frischgekrönte Glocknerkönig seine Leistung. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Österreicher Jonas Holzknecht und Simon Schupfer.

Auch bei den Damen ließ die Entscheidung nicht lange auf sich warten. Favoritin Janine Meyer (GER) krönte sich – wie schon in den Jahren zuvor – mit einer souveränen Leistung und einem neuerlichen Streckenrekord zur Glocknerkönigin Classic 2025. Mit einer beeindruckenden Siegerzeit von 1:24:42,9 h ließ sie der Konkurrenz keine Chance und verwies die Zweitplatzierte Theresa Rindler-Bachl (AUT) und Birgit Stegmeier (GER) auf die weiteren Plätze. „Anfangs war ich sehr angespannt. Aber ich bin schnell gut reingekommen und freue mich über den Sieg“, so die glückliche Siegerin im Ziel.

Die Ultra-Kategorie verlangte den Sportlerinnen und Sportlern bis ganz hinauf zur Edelweißspitze noch einmal alles ab – herausfordernde sieben Kehren auf Kopfsteinpflaster inklusive. Und hier fielen gleich beide aktuellen Streckenrekorde: RenéPammer (AUT) zog ein beeindruckendes Solo durch und sicherte sich in einer Zeit von 1:22:05,5 h den Titel und den Streckenrekord. Dem Zweitplatzierten Markus Auvinen (SUI) nahm Pammer sagenhafte 5:44,7 ab. Adrien Legriffon (FRA) komplettierte das Podium mit starken Leistungen und sicherten sich verdient Platz drei.
Auch die Damen meisterten die finalen Kehren bis zur Edelweißspitze meisterhaft. Julia Sörgel (AUT) ließ bei Ihrer Glocknerkönig-Premiere keine Zweifel an ihrer Klasse aufkommen. Mit einer beeindruckenden Siegerzeit von 1:37:58,7 h sicherte sie sich souverän den Titel. Brigitte Filensky und Lisa Stein aus Deutschland überzeugten ebenfalls mit starken Auftritten und sicherten sich die weiteren Plätze auf dem Podest.

Der Veranstalter zeigte sich äußerst zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf, der beeindruckenden sportlichen Leistung und der internationalen Beteiligung. „Ein Glocknerkönig, wie er im Buche steht. 2.300 zufriedene Teilnehmer, eine herausragende Stimmung, es fielen drei von viel möglichen Streckenrekorden, das Miteinander ging Hand in Hand – wir sind wunschlos glücklich“, betonte Simone Höller, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Bruck/Fusch/Glocknerstraße.

Die neuen Glocknerkönige
GLOCKNERKÖNIG CLASSIC
Männer: Pascal Wiederhold (GER) in 1:15:56,0 h
Frauen: Janine Meyer (GER) in 1:24:42,9 h
GLOCKNERKÖNIG MANNSCHAFT CLASSIC
Team LeXXi and Friends mit Pascal Wiederhold, Janine Meyer, Michael Meyer, Stefan Oettl, Jochen Stein, Lisa Hartung, Janik Lier und Kamila Hasanbega
GLOCKNERKÖNIG ULTRA
Männer: Rene Pammer (AUT) in 1:22:05,5 h
Frauen: Julia Sörgel (AUT) in 1:37:58,7 h
GLOCKNERKÖNIG MANNSCHAFT ULTRA
Bigtime Sport KTM mit Rene Pammer, Hans Peter Obwaller, Wolfgang Hofmann und Jens Christian Brockmann
Text: Redaktion, Fotos: Posch Photography