Giro del Trentino am 16. u. 17. April in Osttirol

Alles, was derzeit im Radsport Rang und Namen hat, wird beim Giro del Trentino dabei sein, allen voran Bradley Wiggins, Tour de France-Sieger 2012.

Der letzte große Formtest vor dem Giro d’Italia gastiert nächste Woche in Osttirol. Der Startschuss zur ersten, 128,5 Kilometer langen Halbetappe, fällt am Dienstag, 16. April 2013, um 9.30 Uhr, in der Tiroler Straße in Lienz. Die Radprofils mit Tour de France-Triumphator und Olympiasieger Bradley Wiggins, dem Tour-Dritten des letzten Jahres Vincenzo Nibali und Tour de France-Champ und Weltmeister Cadel Evans fahren durch das Drautal nach Möllbrücke und über das Mölltal und den Iselsberg zurück nach Lienz. „Das wird eine richtige Hochgeschwindigkeitsfahrt in den Lienzer Dolomiten, die nur durch den Anstieg Iselsberg unterbrochen wird. Wir erwarten einen spannenden Sprint und traumhafte Bilder“, freut sich TVB-Obmann und Etappenorganisator Franz Theurl. Nach einer kurzen Pause beginnt das Mannschaftszeitfahren bei der Römerausgrabungsstätte Aguntum. 14,10 Kilometer wird über Dölsach, Lavant, Tristach und Amlach bis zur Tiroler Straße im Bereich des Lienzer Bahnhofes gefahren. „Bisher war der Giro del Trentino acht Mal zu Gast in Osttirol, der Giro d’Italia bereits fünf Mal. Miguel Indurain, Marco Pantani, Jan Ullrich, Vincenzo Nibali, Alberto Contador, Lance Armstrong – fuhren bei Etappen in Osttirol schon mit, mit Wiggins und Evans kommen heuer zwei hochkarätige Profis dazu. Osttirol ist damit die Nabelschnur zum internationalen Profisport in Österreich geworden“, so Theurl bei der Etappenpräsentation am 9. April in der Römerstadt Aguntum.

Am Mittwoch, 17. April, übersiedelt der Tross des Giro del Trentino nach Sillian, wo die zweite von vier Etappen nach Vetriolo Terme (224,8 km) gestartet wird. „Dass die Rundfahrt zwei Tage bei uns im Bezirk gastiert und Bradley Wiggins mitfährt, ist für die Tourismusregion wie ein Lottosechser“, meint Theurl. Die Rennen werden live auf RAI und Eurosport übertragen. Das Engagement bei verschiedenen großen Rundfahrten und die daraus resultierende Promotion habe der Tourismusregion Osttirol in den letzten Jahren zweistellige Zuwachsraten im Radtourismus beschert, betont Theurl. „Der Anstieg bei den Nächtigungszahlen aus dem italienischen Raum ist beachtlich. In den letzten sieben, acht Jahre haben wir den Anteil unserer italienischen Gäste von vier auf 18 Prozent steigern können. Auch für Tagesgäste aus Italien ist Lienz in den Sommermonaten zu einem wahren Magneten geworden“, so der TVB-Obmann abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: L. Sulzenbacher

10. April 2013 um