Frank siegt auf Etappe von Matrei nach St. Johann
Bei der 4. Etappe der 65. Österreich Rundfahrt von Matrei in Osttirol nach St. Johann/Alpendorf kürte sich der Schweizer Mathias Frank zum Glocknerkönig und Etappensieger.
Am Rauterplatz in Matrei starteten die Radprofis am Mittwoch, 3. Juli, um 11.00 Uhr, zur 146 Kilometer langen Etappe über den Iselsberg und die Großglockner Hochalpenstraße nach St. Johann im Pongau. Die erste Attacke kam vom Italiener Omar Bertazzo am Iselsberg, kurz darauf setzten sich Robert Kiserlovski und Chris Anker Sörensen vom Feld ab, und Gianluca Brambilla, Mathias Frank, Tim Wellens und Markus Eibegger schafften den Anschluss. Gemeinsam nahm die Spitzengruppe den Anstieg zum Hochtor auf der Großglockner Hochalpenstraße in Angriff. Der 26-jährige BMC-Profi Mathias Frank aus der Schweiz krönte sich nach dem 15 Kilometer langen Anstieg zum Glocknerkönig. Er ist damit seit Niki Rüttimann vor 30 Jahren der zweite Schweizer Glocknerkönig. Frank gewann mit nur wenigen Sekunden Vorsprung auf den Dänen Chris Anker Sörensen und dessen polnischen Saxo-Teamkollegen Rafal Maika.
Wie jedes Jahr ist der 15 km lange Anstieg auf der Großglockner Hochalpenstraße zum Hochtor ein Höhepunkt der gesamten Rundfahrt.
Nach dem Hochtor formierte sich eine Verfolgergruppe mit allen Favoriten auf den Gesamtsieg. Mit rund eineinhalb Minuten Rückstand passierten sie Bruck an der Glocknerstraße im Pinzgau. Auf dem letzten Anstieg hinauf nach St. Johann/Alpendorf demonstrierte der neue Glocknerkönig Frank erneut seine Stärke im Bergauffahren und setzte sich uneinholbar in Führung. Der Fünfte der diesjährigen Tour des Suisse sicherte sich mit acht Sekunden Vorsprung auf Sörensen den Etappensieg in St. Johann/Alpendorf. Bester Österreicher wurde wie schon am Tag zuvor in Matrei in Osttirol Gourmetfein-Profi Markus Eibegger als Elfter.
Der Schweizer Mathias Frank krönte sich am 4. Tag der Rundfahrt nicht nur zum Glocknerkönig, sondern war auch der Erste im Ziel in St. Johann/Alpendorf.
Im Verfolgerfeld kam es auf dem letzten Anstieg zu erbitterten Attacken. Riccardo Zoidl von Gourmetfein Simplon attackierte einige Male und konnte den bisher Gesamtzweiten Alexandr Dyachenko abschütteln. In der Gesamtwertung liegt er jetzt mit 59 Sekunden Rückstand auf Kevin Seeldraeyers auf dem zweiten Platz.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: L. Sulzenbacher/Mario Stiehl