Ex-Nationalteamspieler Rupert Marko wird Trainer der Sportunion Matrei i.O.
Der 59-jährige Steirer war zuletzt Co-Trainer der israelischen Nationalmannschaft. Er übernimmt nun von Anton Leitner das Traineramt für die Matreier Unterliga-Mannschaft.
„Wir erhoffen uns durch die Verpflichtung von Rupert Marko einen nochmaligen großen Push für die sehr schwierigen Aufgaben, die uns im Frühjahr 2023 bei Rückrunden erwarten, um den Klassenerhalt in der Unterliga doch noch zu schaffen“, sagt Armin Mattersberger, Sektionsleiter Fußball der Sportunion iDM Matrei.
Rupert Marko hat seinen Wohnsitz seit einiger Zeit nach Matrei verlegt. Er spielte unter anderem für den SK Sturm Graz, den FC Tirol, den SV Austria Salzburg, Austria Wien, und den SV Flavia Solva. Am 5. Februar 1988 debütierte der Steirer gegen die Schweiz in der Nationalmannschaft. Beim 4:0-Sieg am 17. Mai 1988 gegen Ungarn im Budapester Népstadion erzielte er drei Tore.
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn arbeitete Marko an seiner Trainerkarriere. Zunächst war er für den SK Sturm Graz als Jugend- und Co-Trainer tätig. Danach wechselte er zum ASK Kottingbrunn. Von 2006 bis Oktober 2010 trainierte er die Kampfmannschaft des SV Horn. 2011 übernahm Marko die österreichische U19-Nationalmannschaft. Er war dort bis Dezember 2020 tätig. Zuletzt war er Co-Trainer der israelischen Nationalmannschaft. Neben seiner Karriere als Fußballer schloss Marko das Studium der Rechtswissenschaften ab und arbeitete in einer Rechtsanwaltskanzlei.
„Bereits zu Beginn der Gespräche mit Rupert Marko haben wir gemerkt, dass die Chemie zwischen uns stimmt. Aufgrund seines aktuellen Wohnsitzes in Matrei war Rupert Marko auch von Beginn an interessiert, diese Aufgabe für seinen aktuellen Heimatverein zu übernehmen. Man hat denke ich nur einmal die Chance, einen ehemaligen Nationalteamspieler und so erfahrenen Trainer für einen Amateurverein zu gewinnen – und da haben wir nicht lange gezögert und zugeschlagen“, betont Armin Mattersberger.
Der Sektionsleiter bedankt sich ausdrücklich bei Anton Leitner, der das Traineramt nach dem Rücktritt von Dominik Hanser übernommen hat. „Der Rücktritt von Dominik Hanser eine Woche vor Meisterschaftsbeginn kam für uns sehr überraschend, und so waren wir froh, dass Anton Leitner so schnell und unbürokratisch eingesprungen ist. Er hat während der gesamten Hinrunde seine Aufgabe mit viel Engagement und Herzblut für die Kampfmannschaft erfüllt, und wir haben bereits bei seinem Dienstantritt vereinbart, uns nach der Herbstsaison zusammenzusetzen und uns über die weitere Zusammenarbeit auszutauschen“, so Mattersberger.
Anton Leitner hat sein Traineramt nach dem letzten verlorenen Meisterschaftsspiel gegen Sachsenburg zur Verfügung gestellt. „Leider hat uns in der entscheidenden Phase im Oktober etwas das Verletzungspech, fehlendes Spielglück und nicht zuletzt auch etwas Unvermögen in die gleiche Situation wie letztes Jahr gebracht. Anton betreut seit November wieder unsere U17-Mannschaft. Wichtig ist mir festzuhalten, dass es der Wunsch der Sektionsleitung und aller Spieler war, dass Anton die Unterliga-Mannschaft auch in der Rückrunde als Trainer betreut“, betont der Sektionsleiter.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: EXPA/Johann Groder