Edelmetall-Erfolg für Osttirols Judoka bei Großturnier in Wien

Ende September ging in Wien das traditionelle „Vienna Open“ der Judoka über die Bühne. In das enorm große und stark besetzte Teilnehmerfeld reihten sich sechs OsttirolerInnen ein.

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit in den Sommermonaten mit etlichen nationalen wie internationalen Trainingslagern stand das Turnier mit 465 Judoka aus 11 Nationen ganz im Zeichen einer Standortbestimmung. Wie hochklassig die Besetzung war, zeigt alleine die Tatsache, dass u.a. auch die beiden österreichischen WM-Starter Christopher Wagner und Sebastian Schneider teilnahmen. Die Judo Union Raiffeisen Osttirol war mit Leonie Raneburger, Fabian Waldner, Gabriel Bretschneider und Manuel Wiesler sowie mit Matthias Unterrainer und Robin Baumgartner vertreten.

An Tag 1 des Vienna Open konnte Leonie Raneburger in ihrer Alterskategorie U16/-52 kg zwei Siege einfahren und schaffte damit mit Bronze den Sprung aufs begehrte Stockerl. Lobend erwähnt werden darf, dass Leonie auch in der U18 antrat, wiewohl sie dort der starken Konkurrenz Tribut zollten musste. Trotzdem konnte sie damit drei ausgezeichnete Trainingskämpfe zusätzlich auf ihrem Konto verbuchen. Eine ausgezeichnete Leistung lieferte Fabian Waldner (U18/-60 kg) ab: Auch er gewann seine beiden ersten Kämpfe souverän und musste sich erst im Kampf um den Einzug ins große Finale geschlagen geben. Im „kleinen Finale“ um Platz 3 fehlte nur eine Kleinigkeit, so blieb es diesmal beim guten, aber immer auch etwas undankbaren 5. Platz.

Gabriel Bretschneider, der punktgenau sein Gewicht von 73 kg auf die Waage brachte, unterlag im 13-Mann starken Pool nur seinem Leibnitzer Freund Tobias Dissl. Mit vier Siegen konnte er sich aber den ausgezeichneten 3. Platz sichern. Für die U21 reichte die Kraft dann allerdings nicht mehr. Hier unterlag Gabriel dem Innsbrucker Fabian Hofer und dem Mühlviertler Moric Münch. Manuel Wiesler hatte es in der Königsklasse AK gleich mit drei Kämpfern von Galaxy Tigers Wien zu tun. Im ersten Kampf traf er mit Lorenz Wildner auf den stärksten der drei. Trotz ausgezeichneter Leistung verlor er mit zwei Wazari. Im zweiten Kampf verletzte sich Manuel an der Rippe und konnte dadurch keine Akzente mehr setzen. Mit Willenskraft und Disziplin stellte er sich jedoch noch ein drittes Mal auf die Matte – nicht nur dafür Respekt!

Auch am zweiten Tag gab es Edelmetall für Osttirol und das sogar in Silber: Matthias Unterrainer, ein Talent, das sich schon in sehr jungen Jahren zu einem stabilen Wettkämpfer entwickelt hat und nur den „Vorwärtsgang“ kennt, legte zwei seiner Gegner in der Kategorie U14/-38 kg (Durgaev Askhab von den Galaxy Tigers Wien und Stefan Percy von den Judokids Awiar/Wien) mit schönen Würfen Ippon auf die Matte. Im Finale unterlag er allerdings dem Rumänen Justin Rus. Wohl einen eigenen „Preis für das größte Kämpferherz“ hätte sich Robin Baumgartner (U14/-42 kg) verdient: Er bestritt bei diesem Großturnier zwei tolle Kämpfe, die er zwar verlor, die dem jungen Kämpfer letztlich aber viel Freude bereitet und ihn ordentlich „gepusht“ haben.

Zählt man das Turnier-Wochenende zusammen, so können Verein, Trainer und SportlerInnen mit drei Mal Edelmetall und den vorbildlichen kämpferischen Leistungen wohl ganz und gar zufrieden sein!

 

Vier Freunde: Fabian Wallner, Leonie Raneburger, Manuel Wiesler und Gabriel Bretschneider

 

Text: Sportredaktion, Fotos: Judo Union Osttirol/M. Rainer

11. Oktober 2018 um