Dolomitenradrundfahrt: Radmarathon-Crack Jack Burke erstmals in Osttirol
Mit der 37. Dolomitenradrundfahrt steigt am Sonntag, 8. Juni, der älteste Radmarathon Österreichs. Am gleichen Tag findet nach einem Jahr Pause wegen der Plöchenpass-Sperre auch wieder die Extremvariante SuperGiroDolomiti statt.
Während die Dolomitenradrundfahrt, die über 112 Kilometer und 1.860 Höhenmeter rund um die Lienzer Dolomiten führt, in den vergangen Jahren stets ein Highlight in der rot-weiß-roten Radmarathonszene war, kehrt der „große Bruder“ SuperGiroDolomiti heuer wieder zurück ins Programm.
Im Vorjahr musste er wegen eines Felssturzes am Plöckenpass abgesagt werden, heuer kehrt der wohl härteste Radmarathon Europas auf die gewohnte Strecke zurück. Das bedeutet für echte Hartgesottene: 228 Kilometer mit 5.450 Höhenmeter mit Start und Ziel in Lienz. Dazwischen von Kärnten nach Italien über den Gailbergsattel, zwei Mal der Plöckenpass, als ultimative Herausforderung wartet der Giro-erprobte Monte Zoncolan, und wieder in Osttirol angekommen geht es durch das Lesachtal auf den Kartitscher Sattel.
Musikkapellen werden auch heuer wieder die Radfahrerinnen und Radfahrer anfeuern – wie auf diesem Bild 2024 bei der Ortsdurchfahrt von Birnbaum im Lesachtal.
Die Route des SuperGiroDolomiti bietet eine einzigartige Kombination aus herausfordernden Anstiegen und atemberaubenden Landschaften. Davon will sich heuer ein gebürtiger Kanadier überzeugen – der Ex-Radprofi Jack Burke. In den vergangenen Jahren sorgte er in der Radszene für Furore. Nicht seine zwei Triumphe beim Ötztaler Radmarathon in den letzten Jahren verblüfften, sondern seine Strava-Rekorde auf den prestigeträchtigsten Anstiegen Europas. Nachdem er im Vorjahr bereits Strava-KOMs (King of Mountains) auf dem Mortirolo und Stelvio eroberte, trug er sich mit einem Rekord auf der legendären Alpe d’Huez in die Geschichtsbücher ein. Damit verwies er sogar Spitzenprofis wie Tadej Pogacar zeitmäßig in die Schranken.
Jack Burke ist nicht nur ein Modellathlet auf dem Rad, er schreibt auch Bücher und betreibt seinen eigenen Podcast. Auf Osttirol freut er sich ganz besonders: „Ich bin zum ersten Mal in Osttirol, und die Straßen sind für mich Neuland. Ich habe viele schöne Dinge über den SuperGiroDolomiti gehört und freue mich extrem darauf. Ich kenne das Rennen noch nicht. Aber rein vom Höhenprofil und von den Eckdaten her sieht es nach einem der härtesten Radmarathons Europas aus – abgesehen von Ultra-Langdistanzen. Vor allem der Monte Zoncolan, der Schlüsselberg des Rennens, hat es in sich, obwohl er weit vor dem Ziel kommt.“
Bei der 37. Dolomitenradrundfahrt blickt die Radsportwelt auf Jack Burke. Der Kanadier ließ im Vorjahr auf so manchem Berg sogar Superstar Tadej Pogacar alt aussehen.
Der Monte Zoncolan ist einer der angesagtesten Radberge weltweit. „Ich würde heuer gerne dort eine neuen KOM-Rekord aufstellen. Während dem SuperGiroDolomiti werde ich den Strava-Rekord nicht angreifen wollen oder können. Da muss ich mich voll auf das Rennen konzentrieren, und das wäre zu hart für den Rest des Rennens“, so der kanadische Rad-Superstar.
Angesprochen auf seine KOM-Rekorde meint er lapidar: „Ich habe diese KOM-Rekorde eigentlich nur aus Spaß heraus gemacht, um mich auf den größten Bergen der Radgeschichte selbst zu testen. Ich komme natürlich nicht auf die Idee zu sagen: Ich bin besser als die Radprofis. Die haben bei großen Rundfahrten meist schon viele schwere Tage und auf den Bergetappen viele schwere Kilometer in den Beinen.“
Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des SuperGiroDolomiti warten die Strapazen des Monte Zoncolan.
Der SuperGiroDolomiti ist mit 1.000 Starter:innen limitiert. „Hier sind wir schon ziemlich am Limit. Auch für die Dolomitenradrundfahrt laufen die Anmeldungen sehr gut“, freut sich OK-Chef Franz Theurl. Wer noch Restplätze ergattern will, kann dies auch am Samstag, 7. Juni, von 13.00 bis 18.30 Uhr, in der Dolomitenhalle Lienz machen. Die Anmeldeschalter sind am Sonntag dort auch ab 5.30 Uhr geöffnet.
Text: Redaktion, Fotos: EXPA Pictures