Bernhard Tritscher gewinnt den Jubiläums-Dolomitensprint in Lienz

Ein internationales Starterfeld sorgte am 17.1. für einen gelungenen Beginn des Dolomitenlauf-Wochenendes. Heimsieg für ÖSV-Langläufer Bernhard Tritscher.

Der älteste Langlaufsprint der Welt, der dieser Disziplin schließlich auch den Weg ins olympische Programm ebnete, erlebte am Freitagabend, 17.1.2020, am Lienzer Hauptplatz eine gebührende 40. Geburtstagsfeier.

 

 

1980 wurde er vom Dolomitenlauf-Gründer Robert Steiner und vom nunmehrigen OK-Chef Franz Theurl aus der Taufe gehoben, und so viele Top-Leute wie noch nie liefen um die begehrte Siegertrophäe: 53 Herren, darunter zwölf Weltcup-Starter sowie der russische Olympiasieger Eugeny Dementiev (Gold 2006 in der 30km-Verfolgung und Silber in Turin über die 50km) und der Schweizer Weltcupsieger Toni Livers. Bei den Damen traten zehn Athletinnen an. Auf der 350 Meter langen Runde ging es über Vorläufe und drei Halbfinal-Läufe ins große Finale der besten vier Herren. Die zahlreichen Besucher erlebten auf dem technisch anspruchsvollen Parcours – gespickt mit Schanze, Spitzkehre und Steilrampe – spannende Duelle.

In den letzten Jahren, in denen der Dolomitensprint in Obertilliach ausgetragen wurde, dominierten die italienischen Läufer um Vorjahressieger Stefan Zelger und seinen Vorgänger Enrico Nizzi, der in diesem Jahr für das italienische Nationalteam startete. Am Freitagabend matchten sich vor einer begeisterten Zuschauerkulisse je fünf Läufer in elf Vorläufen. Nach drei Halbfinal-Läufen konnten sich die beiden Österreicher Bernhard Tritscher und Michael Föttinger sowie der Slowene Jan Miha und der Deutsche Max Olex als „Lucky Loser” für das Finale qualifizieren.

 

 

Sturz verhindert rot-weiß-roten Doppelsieg
Im Finale sah es bis zur letzten Runde nach einem rot-weiß-roten Doppelsieg aus: Michael Föttinger führte knapp vor Tritscher, der sich bei der letzten Zielpassage an Max Olex vorbeischieben konnte. Doch bei der knackigen Abfahrt stürzte Föttinger, und so war der Weg frei für den ersten Sieg des Salzburgers Bernhard Tritscher, der die Ehrenrunde mit der Österreich-Flagge absolvierte. Hinter Olex belegte Jan Miha den dritten Platz.

 

 

Italienischer Sieg bei den Damen
Nach drei Vorläufen schafften es die beiden Österreicherinnen Lisa Achleitner und Anna-Maria Wörndle ins Finale. Doch dort dominierte die Italienerin Alice Candlini, die einen sicheren Vorsprung ins Ziel brachte. Achleitner fing in der letzten Kurve Wörndle noch ab und sicherte sich vor ihrer Landsfrau den zweiten Platz.

 

 

Text: Sportredaktion, Fotos: Expa Pictures

18. Januar 2020 um