Super Stimmung und tolle Leistungen bei Bike-Rennen am Hochstein in Lienz
240 Sportler:innen nahmen am Samstag, 27. Juli, am Bike-Wettbewerb teil. Ausgetragen wurden der Österreichische Downhill Cup, die Slowenischen Meisterschaften und die Tiroler Landesmeisterschaften im Downhill.
Am Alban Lakata Trail im Bikepark Lienz fand am Samstag, 27. Juli, ein Bike-Rennen statt, bei dem gleich drei unterschiedliche Bewerbe gewertet wurden. Bei den Auner Austrian Gravity Series handelt es sich um den nationalen Downhill Cup, der vom österreichischen Mountainbike Magazin Lines-Magazin veranstaltet wird. Lienz war bereits zum zweiten Mal Teil der Gravity Series Tour, zu der auch die Bikeparks in Königsberg, am Semmering, in Leogang und heuer erstmals in Maribor (SLO) gehören.
Der Sprung knapp vor dem Ziel war wie immer der Hot Spot für die Fotografen.
Das zweite Rennen, das gleichzeitig ausgetragen und gewertet wurde, ist der slowenische nationale Mountainbike Downhill Cup namens 20chocolate Downhill Cup. Lienz ist der einzige nicht-slowenische Austragungsort dieser Rennserie, die seit 1993 vom Slowenischen Radsportverband organisiert wird. Der dritte Bewerb am Hochstein war die Tiroler Landesmeisterschaft, die heuer ebenfalls erstmals im Bikepark Lienz ausgetragen wurde.

Bereits Tage vor dem Rennen traf sich die österreichische und slowenische Bike-Szene zu Trainingsfahrten und Streckenbesichtigungen in Lienz. Am Renntag selbst war der Bikepark Hochstein sehr gut besucht, die Veranstalter zählten 240 Starterinnen und Starter und rund 800 Gäste. Im Zielbereich wurden die Besucherinnen und Besucher bestens bewirtet, ein Zelt als Wetterschutz wurde bis zum Regenschauer am frühen Abend vor allem gegen die Hitze genutzt. Musikalisch wurde die Wettkampfstimmung von Mountain Reggae Radio angeheizt, einem DJ-Team, das bei keinem Bike-Event in Österreich fehlen darf. Nach der Siegerehrung im Zielbereich fand im Jägerheim die After-Party mit 2 Live-Bands und DJs statt.
Jamie Schmölzer vom Verein Ride Free Osttirol hat geliefert: Tagesbestzeit, Tiroler Landesmeister, Sieger Gravity Cup und 20chocolate Downhill Cup
Aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen wie Rennlizenzen (Profis vs. Amateure) oder Wohnort (Tiroler Landesmeisterschaften) kam es zu Verschiebungen in der Wertung der drei Bewerbe. Wir gehen von der Wertung der Auner Austrian Gravity Series aus, die in 8 Klassen ausgetragen wird. In allen Klassen zeigten die Osttiroler Fahrerinnen und Fahrer eine starke Leistung. Die schnellste Zeit fuhr Osttirols Nachwuchshoffnung Jamie Schmölzer vom Verein Ride Free Osttirol in der Klasse Junioren männlich (2006 – 2007). Er erzielte mit 03:31.35 eine der schnellsten Zeiten, die jemals am Alban Lakata Trail gemessen wurden. Mit diesem Ergebnis wurde Jamie außerdem Tagessieger, Tiroler Meister und Sieger des 20chocolate Downhill Cups und Sieger des Auner Gravity Cups in seiner Klasse.
Der Osttiroler Markus Kamper siegte beim Gravity Cup.
Bei den Herren des Gravity Cups siegte Markus Kamper vom Verein Ride Free Osttirol mit einer Zeit von 03:35.18. Weitere Osttiroler Biker unter den Top 10 in der Klasse Herren (2005 – 1990) des Gravity Cup: Daniel Mandler auf Platz 3 (Verein Trail Monkeys), der gleichzeitig Tiroler Meister wurde, Maximilian Haselmayer auf Platz 6 (Ride Free Osttirol) sowie die beiden Fitstore24-Vereinsfahrer Moritz Wallner (Platz 7) und Florian Lerchbaumer (Platz 10).
In der Klasse U17m belegte Diego Zraunig den 2. und in der Klasse U15w Marie-Theres Pargger den 3. Platz. Sie wurde damit Landesmeisterin in ihrer Klasse. Auch diese beiden Jugendlichen sind Mitglieder des Vereins Ride Free Osttirol.

Veranstalter der Rennen war der lokale Downhill Bike Verein Ride Free Osttirol, finanziell unterstützt vom Tourismusverband Osttirol und weiteren Sponsoren. Zur Infrastruktur des TVB gehören auch der Veranstaltungsort Bikepark Lienz und anteilig die Lienzer Bergbahnen. Diese hatten am Rennwochenende Pech und mussten einen Motorschaden an der Kombibahn Schlossberg verkraften. Der von der Bergbahn in kürzester Zeit organisierte „Bahnersatzverkehr“ für die Teilnehmer und ihre Bikes durch das Gumpi-Team sowie Bundschuh- und Alpenlandbusse funktionierte reibungslos und schmälerte den Erfolg der Veranstaltung kaum.
Auch die super Stimmung im Zielgelände und die Afterparty im Jägerheim werden in guter Erinnerung bleiben.
„Als Obmann von Ride Free Osttirol ist mir ein reges Vereinsleben wichtig. Dazu gehören nicht nur Events, sondern auch gemeinsame Trainings und Aktivitäten. Die guten Ergebnisse der Osttiroler Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, wie gut der Bikepark Lienz und der Downhillsport auch bei den Einheimischen ankommen“, betonte Renè Unterwurzacher.
Text: Redaktion, Fotos: Marcel Zraunig, Bibs Monitzer/Ride Free Osttirol