Am Obersee paddelten 13 Teams um die Wette

Zum achten Mal ging am Samstag, 4.7., am Staller Sattel bei traumhaften äußeren Bedingungen das höchste Drachenbootrennen der Welt über die Bühne.

Aus dem 11. Jh. stammt der Einbaum, der 1999 im Obersee am Staller Sattel gefunden wurde und heute im Talschaftsmuseum von St. Jakob i.D. zu besichtigen ist. Rund 1.000 Jahre später wird im dunkelblau-grünen Wasser des Osttiroler Gebirgssees wieder gepaddelt und das sogar im Trommelrhythmus: Beim höchsten Drachenbootrennen der Welt treten nun schon seit einigen Jahren Fun-Teams, Firmen-, Freizeit- und Vereinsmannschaften gegeneinander an, wobei die Ehre des Siegers und der Spaß im Vordergrund stehen. Organisiert wird die spektakuläre Einbaum-Regatta in bewährter Weise von Monika Kleinlercher und Peter Leitner, unterstützt werden sie von der DJK Ruhrwacht aus Deutschland. „Die DJK bringt die Boote und das Know-how mit und zeichnet für die Zeitnehmung verantwortlich. Peter und ich kümmern uns um die Gäste, ihren Aufenthalt in Osttirol und um das Rahmenprogramm“, berichtet Monika Kleinlercher. Mindestens drei Tage lang halten sich die Gästeteams im Schnitt im Bezirk Lienz auf und nützen die vielen Top-Angebote und Freizeitmöglichkeiten Osttirols. „Und viele kommen wieder“, so Monika, die auch erzählt, dass der Drachenbootsport nicht nur bei den Nachbarn in Deutschland ein beliebter Breitensport ist. Auch in anderen Ländern, wie Ungarn, China oder Australien, ist die Szene groß. Um Weltmeistertitel wird in dieser Sportart ebenso gekämpft wie um den Sieg bei Europameisterschaften oder auf nationaler Ebene.

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Bis zu zwanzig Paddler sitzen in den rd. 12,5 Meter langen, meist mit einem Drachenkopf und -schwanz geschmückten Wassergefährten, rhythmisch angetrieben von einem Trommler an der Spitze. Den Kurs hält ein Steuermann, der wissen muss, was er tut, und zumeist über eine spezielle Ausbildung verfügt. Kraft und Ausdauer spielen eine große Rolle, aber auch der Rhythmus und das Taktgefühl. Nicht zu unterschätzen sind der Wind und die Höhenlage, wobei letztere den Gästen aus dem Flachland oft zu schaffen macht.

Der Bewerb am Obersee beginnt traditionell zuerst mit zwei Läufen auf Zeit auf einer 250 Meter langen Rennstrecke. Aus der Summe der beiden Zeiten resultiert dann die Zusammenstellung der Teams, die im E-, D-, C-, B- oder A-Finale gegeneinander antreten. Am Ende des Bewerbes zeigen schließlich die stärksten Mannschaften in einem 1.000 Meter langen Verfolgungsrennen rund um den See nochmals ihr Können.

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Beim 8. Drachenbootrennen am Obersee am Samstag, 4.7.2015, erwiesen sich die „Hubner white sharks“, die mit einer Zeit von 01:04:90 im B-Finale hinter den „Lufthansa Drachenfliegern“ und vor den „Flying Dragons“ auf Platz 2 landeten, in diesem Jahr als bestes einheimisches Team. Im A-Finale siegten die „VGF Dragons“ aus Frankfurt vor den „Vienna Dragons“ und den „Baulöwen Schwerin“. Die „Hubner Jungbauern“, die zuletzt drei Mal in Folge den Einheimischen-Cup für sich entschieden hatten, setzten sich im D-Finale gegen die „Alpenbattler“ durch. Im E-Finale bezwangen die „Defregger Zwergen Rowdys“ das Damenteam „Die Drachen“. Alle Ergebnisse und weitere Infos unter www.drachenboot-rennen.info

Text: E. Hilgartner, Fotos: Brunner Images

06. Juli 2015 um