Am kommenden Wochenende: Sieg beim 55. Dolomitenlauf ist heiß begehrt
Waren es in den vergangenen Jahren vor allem die Italiener, die sich in die Siegerlisten eintragen konnten, so haben sie diesmal mit starker internationaler Konkurrenz zu rechnen. Auch die Osttirolerin Anna Schmidhofer will wieder aufs Podest.
Seit 2009 – mit einer einzigen Unterbrechung im Jahr 2020 – wird der Dolomitenlauf in Obertilliach im schneesicheren Lesachtal ausgetragen. Die neu geschaffene Infrastruktur rund um das Biathlonzentrum Osttirol bietet perfekte Loipenbedingungen samt Infrastruktur.
Am Samstag, 18. Jänner, findet der Dolomitenlauf in der freien Technik über 21 und 42 Kilometer statt, und am Sonntag, 19. Jänner, steigt der Dolomitenlauf in der klassischen Technik mit den gleichen Renndistanzen. An beiden Tagen fällt um 10.00 Uhr der Startschuss, und nur fünf Minuten später sind die weniger Geübten und Anfänger beim Dolomitenlauf Easyrace über fünf Kilometer an der Reihe. Bei diesem neuen Eventformat wird für Kinder bis zum 14. Lebensjahr kein Startgeld eingehoben.
Francesco Ferrari (vorne) gewann 2024 vor Lorenzo Busin (dahinter).
Wer schlägt die Italiener und Nordländer?
Einer der großen Favoriten für den Sieg beim Dolomitenlauf in der klassischen Technik ist der norwegische Worldloppet-Star Petter Skinstad, der in Osttirol seine Premiere feiert. Die größte Konkurrenz kommt jedoch aus Italien – vor allem vom Team Internorm Trentino: Hier starten mit Francesco Ferrari und Lorenzo Busin die Erstplatzierten des Vorjahres.
Mit dem Geschwisterpaar Tommaso und Carola Dellagiacoma treten auch die Sieger des 21-km Dolomitenlaufs im Klassikstil an. Wie bei den Herren sind auch bei den Damen mit der Finnin Heli Heiskanen und Anna Schmidhofer die Erstplatzierten des Vorjahres am Start. Vor allem die Osttirolerin Anna Schmidhofer will heuer auf der Langdistanz ihren ersten Sieg beim Dolomitenlauf feiern. Mit der Südtirolerin Thea Schwingshackl kommt eine weitere Favoritin, die bereits am Podest stand.
Die Osttirolerin Anna Schmidhofer lief beim 54. Dolomitenlauf im Vorjahr auf Rang 2.
Neben über 1.000 Langläufer:innen aus allen Weltteilen, die den begehrten Stempel im Worldloppet-Pass holen wollen, hat die rot-weiß-rote Langlaufmannschaft Ski-Willy Marathon Team große Ambitionen. „Unser Ziel ist es, die italienische Dominanz zu brechen und den Sieg für unser Team einzulaufen“, gibt sich Teamchef Peter Kiene kämpferisch. Gelingen soll das vor allem mit dem finnischen Spitzenläufer Veli-Matti Räsänen, zweifacher Sieger des Finlandia Skimarathons. „Vellu ist aktuell einer der besten finnischen Ski Classics Läufer, war bereits 2020 Zweiter in Lienz und rangiert aktuell in der Ski Classics Sprintwertung auf Platz neun“, erklärt der Teamchef.
Die Wetteraussichten könnten für den diesjährigen Dolomitenlauf besser nicht sein: Viel Sonnenschein am Wochenende bei knapp unter Null Grad Celsius. Spätentschlossene können sich für alle Bewerbe noch bis kurz vor den Starts im Biathlonzentrum anmelden.
Text: Redaktion, Fotos: EXPA pictures