Africa Eco Race 2014: Stockerlplatz für Horwath
Der aus Lienz stammende Christian Horwath beendete die diesjährige Rallye, die von Frankreich bis in die senegalesische Hauptstadt Dakar führt, mit dem 3. Platz in seiner Klasse.
2008 absolvierte der gebürtige Lienzer Christian Horwath sein erstes Offroad-Motorradrennen, und seitdem widmet sich der aktuell 38-jährige Abenteurer, der im Brotberuf als Anwalt (künftig auch im TV) tätig ist, dieser außergewöhnlichen Motorsportart. Horwath, inzwischen als der „Navigator“ bekannt, verfügt über sehr gute navigatorische Fähigkeiten und konnte bereits bei seiner Teilnahme an der Rallye Dalmatia, der Tuareg Rallye in Marokko oder der Lybia Rallye im Vorjahr stets konstant gute Leistungen zeigen. Nach seinem höchst erfolgreichen 3. Platz in der Klasse bis 450 ccm bei der Lybia Rallye startete der smarte Osttiroler Ende 2013 abermals beim Africa Eco Race.
Am 13. Jänner 2014 nach Österreich zurückgekehrt, blickt Christian Horwath nun auf eines seiner härtesten Rennen zurück: „Es war dieses Jahr eine besonders harte Rallye mit starker Konkurrenz!“ Doch trotz widrigster Umstände – von extrem tiefen Temperaturen bis hin zu gewaltigen Wüstenstürmen – erreichte Horwath Platz 7 im Gesamtranking und den sensationellen 3. Platz in seiner Klasse bis 450 ccm. Doch kein Licht ohne Schatten, wie der Rallyefahrer es auch auf seiner Homepage www.rally-team.at beschreibt: „Es gab auch ‚unschöne‘ Momente, wie den Unfall von Robby Labinsky, zu welchem ich als Ersthelfer kam. Solche Bilder bleiben natürlich im Kopf und machen das Weiterfahren schwierig.“
Ebenfalls während dieser entbehrungsreichen 3. Etappe stürzte Horwath selbst und verletzte sich schmerzvoll an der Rippe. „Sand, Sand und noch mal Sand“, berichtet der Abenteurer in seinem Internet-Rallytagebuch über seine prägendsten Eindrücke. Dazu kamen noch die üblichen Abnutzungserscheinungen körperlicher Natur, aber auch psychische Herausforderungen wie etwa die militärisch-strenge Bewachung der Rennfahrer und Teams oder die Stimmung im unheimlich anmutenden Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien.
Gestartet wurde am 29. Dezember 2013 in Saint Cyprien (Frankreich), wo die Teilnehmer mehrere Stationen zur Abnahme der technischen Details durchlaufen mussten. 6 000 Kilometer zählt die Strecke des Africa Eco Race insgesamt. Horwath erfüllte sich diesen Traum, gemeinsam mit seinem Contiger Rally-Team, bereits zum dritten Mal und rief heuer damit in Zusammenhang stehend die Aktion „Charity to Dakar“ aus: Jeder gefahrene Kilometer brachte 50 Cent in einen Hilfsfonds, aus dem Personen oder Familien in Österreich, die dringend Hilfe brauchen, unterstützt werden sollen. Nach erfolgreichem Rennabschluss hat Christian Horwath nun 3.000 Euro für Notleidende zur Verfügung und bittet um Hinweise und Tipps aus der Bevölkerung – ein kurzes E-Mail mit den Kontaktdaten und einer kurzen Beschreibung des/der Hilfesuchenden an charitydakar@gmx.at sollte ausreichen.
Osttirol heute gratuliert Christian Horwath zu seinem tollen Erfolg!
Text: Judith Goritschnig, Fotos: Alessio Corradini


