5. Bouldermeisterschaft in Sillian: Maya Klaunzer und Simon Wolsegger siegten

Insgesamt 33 Sportlerinnen und Sportler kletterten am Samstag, 22. Oktober, bei der 5. Bouldermeisterschaft des Alpenvereins Sillian um die Preise.

Nach 2-jähriger coronabedingter Pause konnte die Bouldermeisterschaft in Sillian wieder im originalen Format durchgeführt werden. Das Team des Boulderraums begann dafür bereits drei Wochen vorher mit den Vorbereitungen. Alljährlich werden alle Griffe abmontiert, die Wände und der Boulderraum geputzt, sowie die Unterkonstruktion vom Chalk (Magnesium) befreit. Alle Griffe werden zum Bauunternehmen Viertler und zum Autohaus Heinrich gebracht, wo sie einzeln mit einem Dampfstrahler gereinigt werden.

 

 

Den Start des Routenbaus unterstützte Engelbert Fuchs vom Kletterzentrum Innsbruck, der seine Erfahrung in die ersten Boulder fließen lassen konnte. Im Laufe von zwei Wochen sind 70 neue Boulder entstanden. Beinahe täglich wurde an den Bouldern gebaut, geklettert und verbessert, damit interessante und vielseitige Bewegungsprobleme entstehen konnten. Die Herausforderung liegt darin, in unterschiedlichem Gelände alle Schwierigkeitsgrade unterzubringen. Die Routenbauer Alexander Strasser, Christian Bodner, Hubert Walder, Manuel Leiter, Manuel Scarcia, Rafael Walder und Roman Weitlaner haben am Ende die besten 26 Boulder für die diesjährige Meisterschaft ausgewählt.

33 TeilnehmerInnen nahmen dann am Samstag, 22. Oktober, an der 5. Bouldermeisterschaft des Alpenvereins Sillian teil. In der Qualifikation hatten die Athletinnen und Athleten vier Stunden Zeit, die Boulderprobleme zu lösen. Der Schwierigkeitsgrad war dabei nicht bekannt, wodurch die Spannung noch einmal gesteigert werden konnte. Geklettert wurde bis zur letzten Sekunde um 17.00 Uhr.

 

Bei den Damen siegte Maya Klaunzer aus Lienz vor Johanna Klaunzer und Madlen Marinelli.

 

Während sich die SportlerInnen im Sportstüberl über ein Essen freuten, wurden die Qualifikationsboulder-Scorecards ausgewertet. Die Wertung jedes einzelnen Boulders ergibt sich aus der Anzahl der Begehungen. Umso weniger Begehungen es gibt, umso mehr Punkte ist eine Route wert. Somit konnten die besten fünf Damen und Herren für das Finale eindeutig herausgefiltert werden.

Für das Finale wurden eigene Boulderprobleme gebaut, damit die Finalisten keine Ahnung haben, was auf sie zukommt. Um 18.30 Uhr waren alle Arbeiten erledigt, und das große Finale konnte beginnen. Die FinalistInnen bekamen gemeinsam ein paar Minuten Zeit, sich die Boulder anzusehen. Dabei durften die Griffe aber nicht berührt werden. Während ein Athlet oder eine Athletin kletterte, mussten die anderen TeilnehmerInnen in die „Iso-Zone“, wo sie isoliert waren und nicht zusehen konnten. Lediglich am Applaus des Publikums konnte man erahnen, wie es den Leuten vor einem ergeht.

 

Simon Wolsegger aus Matrei holte sich den Titel bei den Herren. Marvin Resinger wurde Zweiter, Eduard Bacher Dritter.

 

Nach zwei Durchgängen standen die Sieger fest. Bei den Damen siegte Maya Klaunzer, die als einzige eine „Top-Wertung“ im Finale der Damen erreichen konnte. Hinter ihr reihten sich Johanna Klaunzer und Madlen Marinelli ein. Bei den Herren wurde insgesamt 3 Mal „Top“ geklettert. Simon Wolsegger holte sich den Titel vor Marvin Resinger und Eduard Bacher.

Die Plätze auf dem Stockerl wurden mit „essbaren Pokalen“ in Form von Laugengebäck der Nummern 1, 2 und 3 von der Bäckerei Gruber gekürt, die Tombola Preise – z. B. Beast Maker (Kletter-Trainingsgerät), Schnupperkurse zum Paragleiten, Rucksäcke, Taschen, Essensgutscheine, Chalk – unter allen Teilnehmenden im Anschluss an das Finale verlost.

 

Text: Redaktion, Fotos: Alpenverein Sillian

31. Oktober 2022 um