36. Dolomitenmann in Lienz: Tollkühne Heldinnen und Helden in den Startlöchern

Wenn sich am 9. September die Härtesten unter Sonne in den Lienzer Dolomiten ein Stelldichein geben, werden erstmals auch Frauen wie Paragleitpilotin Elisabeth Egger am Start sein.

Obwohl sich Paragleiten zum absoluten Trendsport entwickelt hat, suchen Pilotinnen und Piloten vergebens ein vergleichbares Veranstaltungsformat wie den Red Bull Dolomitenmann. Die Kombination aus den vier Disziplinen, die räumliche Nähe aller Sportarten und diese einzigartige Attraktivität für Zuschauer kann seit 36 Jahren nur der sogenannte härteste Teambewerb der Welt anbieten.

 

 

Dass die Grundzüge einer Sportveranstaltung auch im 36. Austragungsjahr unverändert wie beim ersten Mal sind, kann mangelnde Fähigkeit zur Weiterentwicklung oder Erfolgsgarant sein. Im Falle des Red Bull Dolomitenmanns ist es eindeutig Zweiteres. Wenn die Bergläufer über den Goggsteig nach 12 steinigen Kilometern auf 2.441 Metern Seehöhe mit dem Paragleiter abschlagen, beginnt für die Pilotinnen und Piloten ein Mix aus höchst anspruchsvollem Start, ein Speedflug, eine Zwischenlandung mit kurzem Sprint und ein weiterer Start bis zur rasanten Punktlandung im Dolomitenstadion.

 

 

Nach der Übergabe auf die Mountainbiker warten auf die Radsportler 32 Up- und Downhillkilometer über 1.600 Höhenmeter, ehe sie ihre Schlussherren und -damen im Kajak mit einem spektakulären Startsprung über eine sieben Meter hohe Rampe auf die sechs Kilometer lange Kajak-Stecke mit anschließendem und voll bepacktem Run bis ins Ziel am Lienzer Hauptplatz schicken.

 

 

„Beim Red Bull Dolomitenmann ist es weniger die Kombination aus so vielen Elementen beim Fliegen, die hier zusammenkommen. Das Spannende ist, dass man als Team funktionieren muss. Es ist wie immer beim Teamwork: das Team ist so stark wie das schwächste Glied in der Kette. Zusammen versucht man, das Beste zu geben. Da entsteht schon Druck für jeden Einzelnen, das spüre ich auch. Bei X-Alps oder Hike & Fly Rennen ist man gewöhnt, dass man selbst bestimmen kann, weil man als Einzelkämpfer unterwegs ist. Da unterstützt das Team den Athleten. Beim Dolomitenmann muss man alles geben für das Team“, freut sich Profi Patrick von Känel auf sein zweites Antreten beim Dolomitenmann. Der Schweizer Alleskönner in der Luft hat seine Leidenschaft schon früh zum Beruf gemacht, absolvierte mit 16 Jahren die Lizenz zum Fliegen. Seither zieht es ihn über die Wolken – hoch erfolgreich.

 

Im hochalpinen Terrain fühlt sich Patrick von Känel richtig wohl. Nach den Red Bull X-Alps (Bild) tritt er am 9. September zum zweiten Mal beim Dolomitenmann in Lienz an.

 

„Der Wettbewerb ist ein ideales Format zum Zuschauen. Im Paragleitsport sind wir nicht gewohnt, dass Leute zum Zuschauen kommen. In Lienz kann man alles auf kleinstem Raum beobachten. Es ist ein bisschen schade, dass es nicht noch mehr solche Bewerbe gib“, so Pady, wie er von seinen Freunden genannt wird. „Technik ist mega wichtig. Man muss cool bleiben, muss bei der Zwischenlandung den Schirm richtig zusammenraffen, damit sich die Leinen nicht verwickeln. Coolness ist sicher eine meiner Stärken“, analysiert der Zweitplatzierte der Red Bull X-Alps die möglichen Tücken seiner Disziplin beim Dolomitenmann.

Seine siegreiche Red Bull X-Alps Kollegin Elisabeth Egger kommt am 9. September ebenso in den Genuss und die Verantwortung, als Paragleitpilotin für ihr Red Bull Team bestmöglich zu performen. Als erste Frau schrieb die 28-jährige Steirerin nach sagenhaften 2.277 Kilometern Flug und zu Fuß im Vorjahr Geschichte, als sie nach 10 Tagen und 5 Stunden innerhalb der vorgegebenen Zeit im Ziel der Red Bull X-Alps am Zeller See landete.

 

 

Neben den Höchstleitungen der Athletinnen und Athleten wärmt bereits am Freitag ab 20.00 Uhr Ö3 DJ Philip Gstraunthaler die Zuschauer auf, bevor er DJ Toby Romeo live on Stage begrüßt.

Am Renntag sorgt das HSV–Red Bull Fallschirmteam mit spektakulären Fallschirm- und Paragleitsprüngen und punktgenauen Landungen für Begeisterung im Dolomitenstadion. Offene Münder und große Augen werden bei der Modellflug-Show von Red Bull Werkspilot Josef Schmirl auf der Moosalm zu beobachten sein, ehe die Ohren einen musikalischen Hochgenuss erleben. LEMO heizt im Rahmen der traditionellen Ö3 Party nach der Siegerehrung am Lienzer Hauptplatz den Fans und Zuschauern ein und lässt den 36. Dolomitenmann hochkarätig ausklingen.

 

Text: Redaktion, Fotos: Red Bull Content Pool

17. August 2023 um