107 km/h: Fabio Wibmer bezwingt die legendäre Streif in Kitzbühel mit dem Bike
Der gebürtige Kalser hat die tückischen Hänge der berühmten Streif von Kitzbühel bravourös bewältigt und damit die Grenzen des Machbaren auf zwei Rädern verschoben.
Mit der Abfahrt mit seinem Mountainbike über die Streif erfüllte sich Fabio Wibmer einen lang gehegten Traum – und erreichte halsbrecherische 107 km/h. Die Abfahrt enthielt auch einen 14 Meter hohen Sprung, und an einer Stelle sprang der 28-Jährige sogar 36 Meter weit.
Foto: Hannes Berger/Red Bull Content Pool
Mausefalle, Steilhang, Hausbergkante und Zielsprung – Fabio Wibmer erinnert sich gerne an seine Kindheit und Jugend zurück, als er fasziniert dabei zuschaute, wie die Skistars bei der prestigeträchtigsten Abfahrt der Welt die Streif bezwangen: „Einer der unvergesslichsten Momente ist für mich nach wie vor der so genannte Wall Ride auf dem Sicherheitszaun in der Steilhang-Ausfahrt von Bode Miller im Jahr 2008. Der Amerikaner hatte einen großen Einfluss auf mich, und so kam mir die Idee, die Streif mit dem Rad zu bezwingen.“
Foto: Philip Platzer/Red Bull Content Pool
Diesem außergewöhnlichen Projekt ging eine sorgfältiger Vorbereitung voraus. Fabio Wibmer und sein engagiertes Team arbeiteten fast zwei Jahre lang daran, die eisige Streif mit dem Rad zu bezwingen. Die Anpassung des Mountainbikes für eine effektive Navigation über die spektakulärste Abfahrt der Welt hatte oberste Priorität. Jedes Detail wurde sorgfältig durchdacht – von der Anpassung der Federung bis hin zur Entwicklung von 576 Spezialspikes für optimalen Grip auf Schnee und Eis.
Foto: Hannes Berger/Red Bull Content Pool
„Der Sprung vom Starthaus auf den Hang war eine der größten Herausforderungen, da ich nicht sicher war, wie das Rad reagieren würde. Ich musste aber während der ganzen Fahrt 100 % konzentriert sein. Es war ein unglaubliches Gefühl, nachdem ich die Streif bezwungen und jeden Sprung gemeistert hatte“, so der Osttiroler.
Text: Redaktion, Fotos: © Red Bull Content Pool, Philip Platzer, Hannes Berger, Video: YouTube

