Zukunftsraum Lienzer Talboden gewinnt GEKO
Die 15 Gemeinden des Planungsverbandes 36 haben den ersten Gemeindekooperationspreis für ihren gemeindeübergreifenden strategischen Entwicklungsprozess gewonnen.
Kräfte bündeln, Ideen entwickeln und zusammenarbeiten – immer mehr Tiroler Kommunen setzen auf gemeindeübergreifende Kooperationen. Das Land Tirol zeichnet in Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband heuer besonders ambitionierte Gemeinschaftsprojekte erstmals mit dem Gemeindekooperationspreis (GEKO) aus. Am Mittwoch, 22. Februar, wurde der Zukunftsraum Lienzer Talboden als erster GEKO-Gewinner ausgezeichnet. „Kooperation statt Zwangsfusion – für Land, Gemeinden und die meisten BürgerInnen ist Zusammenarbeit die bessere Alternative. Das Beispiel des Lienzer Talbodens lässt erkennen, welches Potenzial das Miteinander von Gemeinden eröffnet und ist damit richtungsweisend“, so Gemeindereferent LR Mag. Johannes Tratter und Bgm. Mag. Ernst Schöpf, Präsident des Tiroler Gemeindeverbandes.
Im Jahr 2013 initiierten die Gemeinden Ainet, Amlach, Assling, Dölsach, Gaimberg, Iselsberg-Stronach, Lavant, Leisach, Lienz, Nikolsdorf, Nußdorf-Debant, Oberlienz, Schlaiten, Thurn und Tristach einen gemeinsamen strategischen Entwicklungsprozess mit der Zielsetzung einer engen Zusammenarbeit von Stadt und Umland in Infrastrukturfragen, in der Siedlungspolitik, der Wirtschaftsentwicklung sowie Verwaltung. Die 15 Gemeinden mit rund 28.000 Einwohnern, ca. 18.000 Erwerbstätigen sowie einer hohen Konzentration an Infrastruktur-, Freizeit- und Bildungseinrichtungen bilden das soziale, gesellschaftliche und erwerbswirtschaftliche Zentrum im überregionalen Verflechtungsraum dreier Länder. Die Standortmarke „Zukunftsraum Lienzer Talboden“ ist visuelle Klammer und Dachmarke für den Prozess, die Aktivitäten, Maßnahmen und Produkte der Standwortentwicklung sowie für die gemeinsame Positionierung der 15 Verbandsgemeinden zu einem attraktiven und wettbewerbsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum.
Zu den großen Gemeinschaftsvorhaben zählte zuletzt die Bereitstellung von ultraschnellem Internet, das nunmehr allen beteiligten Gemeinden Chancengleichheit im Standortfaktor der digitalen Erreichbarkeit ermöglicht. Das Siegerprojekt „Zukunftsraum Lienzer Talboden“ erhält eine Prämie in der Höhe von 5.000 Euro. Der Planungsverband 31 Brixental/Wildschönau gelangte mit der Errichtung eines Case Managements zur Beratung für Pflege und Gesundheitsprävention ebenfalls in die Endausscheidung des Online-Votings und belegte Platz zwei. Die Verwaltungskooperation der Zillertaler Gemeinden Hippach und Schwendau wurde für ihr „Haus der Gemeinden“ mit dem dritten Preis ausgezeichnet.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol/Ibele