„Vorwärts Tirol“ stellte Osttiroler Kandidaten vor
Am Freitagvormittag, 15. März, wurden die Osttiroler KandidatInnen der bei der Landtagswahl am 28. April antretenden Bewegung „Vorwärts Tirol“ präsentiert.
Als „Geburtshelfer“ der neuen Bewegung bezeichneten sich die Innsbrucker Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer und DI Hans Lindenberger, als sie am Freitagvormittag gemeinsam mit dem Osttiroler Spitzenkandidaten Josef Schett die KandidatInnen aus Osttirol auf Bezirks- und Landesliste sowie ihre Ideen präsentierten. „Wir haben seit der Vorstellung unserer Bewegung am 16. Jänner 2013 viel Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren, nicht nur einige wenige wollen Veränderung in Tirol, sondern viele“, leitete der ehemalige SPÖ-Landesrat Hans Lindenberger ein. 72 KandidatInnen in allen Tiroler Bezirken – viele mit landes- und kommunalpolitischer Erfahrung – hätten sich bereit erklärt, für „Vorwärts Tirol“ zu kandidieren. „Auf unserer Liste finden sich mutige Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung, die unabhängig von Bünden und Parteien sind“, betonte Lindenberger. „Ich unterstütze diese Bewegung, weil es in diesem Land wieder mehr Geradlinigkeit, Transparenz und Demokratie braucht. Für taktische Spielchen sind wir sicher nicht zu haben. Vorwärts Tirol ist die bessere bürgerliche Alternative“, begründete die Innsbrucker Bürgermeisterin, warum sie „Vorwärts Tirol“ unterstützt. Der Innervillgrater Unternehmer und Schafbauer Josef Schett wurde bereits am 19. Februar 2013 in Innsbruck als Osttiroler Spitzenkandidat der Wahlbewegung vorgestellt. „Es muss in Tirol wieder mehr Sachpolitik und einen neuen politischen Stil abseits von Freunderlwirtschaft und Dorfkaiserei geben. Ich habe mutige und fähige OsttirolerInnen gefunden, die mit mir auf der Liste kandidieren“, so der ehemalige Innervillgrater Bürgermeister Josef Schett.
Die Innsbrucker Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer, Josef Schett und DI Hans Lindenberger stellten Freitagvormittag in Lienz die Osttiroler KandidatInnen ihrer Walhbewegung vor.
Auf dem zweiten Platz der Bezirksliste kandidiert DI Ulrike Madritsch, ehemalige Geschäftsführerin des Regionsmanagements. „Es gibt in Osttirol viele ambitionierte Menschen, die bei der Gestaltung ihres Lebensraumes mitarbeiten wollen, derzeit bestimmen aber nur einige wenige. Ich will meine Erfahrung in der endogenen Regionalentwicklung und in der Bildung einbringen“, erklärte Madritsch. Der Lienzer Bäckermeister Ernst Joast kandidiert auf dem dritten Platz der Bezirksliste, der Matreier Tierarzt Mag. Bernd Hradecky auf Platz 4, Alfons Klaunzer, Mitarbeiter des Roten Kreuzes, auf dem fünften Platz und Mag. (FH) Egon Kofler, Geschäftsführer der Firma EGO in Heinfels, auf Platz Nummer sechs. „Ich bin wie so viele mit der derzeitigen Politik nicht zufrieden. Es braucht endlich wirtschaftliche und ökologische Veränderungen in diesem Land“, erklärte Ernst Joast Gründe für seine Kandidatur. Bernd Hradecky stellte demokratiepolitische Fragen in den Vordergrund. „Osttirol hat viel Potenzial, wird aber von nur wenigen regiert. Die Abwanderung ist immer stärker spürbar, der Tourismus hat zu kämpfen, es gibt Probleme in der Landwirtschaft und energiepolitische Herausforderungen. Hier müssen von der Bevölkerung getragene Lösungen von unten herauf entwickelt werden“, so Hradecky. Alfons Klaunzer als hauptberuflicher und freiwilliger Rot Kreuz-Mitarbeiter ist vor allem die Anerkennung der Blaulichtorganisationen wichtig. „Wer rettet in Tirol die Retter?“, fragte er und bemängelte die oft fehlende Anerkennung der vielen Freiwilligen durch die Tiroler Landespolitik. „Egon Kofler will sich vor allem in wirtschaftlichen Fragen einbringen. „Tirol darf als Wirtschaftsstandort nicht nur stagnieren, sondern muss wieder vorwärts gebracht werden. Stagnation bedeutet auch in einem Unternehmen Rückschritt bis hin zum Tod der Firma“, sagte Kofler.
Listenzweite DI Ulrike Madritsch: „Meine Erfahrungen aus dem Regionsmanagement Osttirol will ich als Kennerin der Regionalpolitik im Bezirk in die Bewegung einbringen.“
„Es ist schade, dass wir auf der Bezirksliste nur sechs KandidatInnen platzieren dürfen. Also haben wir die restlichen Osttirolerinnen und Osttiroler, die mit ‚Vorwärts Tirol‘ im Land etwas bewegen möchten, auf der Landesliste positioniert“, erklärte Josef Schett. Auf der Landesliste finden sich Paul Unterweger, Geschäftsführer der Tiroler Früchteküche in Assling, die Matreier Pensionistin und ehemalige Gastwirtin Theresia Brugger, die Lienzer Unternehmerin Saskia Valtiner-Zuegg, ihr Gatte Architekt DI Martin Valtiner, der Innervillgrater Landwirt Benjamin Schaller und der junge Einzelhandelskaufmann Alexander Klaunzer. Stimmenanteile in Form von Zahlen als Ziel für die Landtagswahl wollte Hans Lindenberger nicht nennen. „Wir wollen auf alle Fälle in den Landtag, und dafür sind fünf Prozent notwendig“, so der Tiroler Spitzenkandidat von „Vorwärts Tirol“ abschließend.
Text und Fotos: Raimund Mühlburger