Viel Geld für Schulen, Kinderbetreuung und Kultur
Bei einem Pressegespräch zog gestern die Tiroler Landesrätin für Bildung und Kultur, Dr. Mag. Beate Palfrader, eine positive Bilanz ihrer Ressorts in den Jahren 2008 bis 2013.
Etwas mehr als drei Monate vor der Tiroler Landtagswahl im April 2013 stattete gestern LR Beate Palfrader der Bezirkshauptstadt einen Besuch ab, um über die vergangenen Jahre zu berichten und zukünftige Investitionen vorzustellen. Sie hob dabei hervor, dass das Land in den letzten fünf Jahren viel in den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen investiert habe: tirolweit über 37,5 Mio. Euro, im Bezirk Lienz rd. 1,7 Mio. Euro. Mit dem neuen Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetz sei ein Meilenstein gelungen, so die Landespolitikerin weiter. 2013 fördere das Land die Tiroler Gemeinden und private Erhalter von Kinderbetreuungseinrichtungen mit 42,7 Mio. Euro für Personalkosten. Für den Bezirk Lienz resultieren daraus drei Millionen Euro. Vom Konzept des Tiroler Gratiskindergartens für 4- und 5-Jährige (für 20 Stunden je Woche) profitieren laut LR Palfrader in Osttirol jährlich fast 1 000 Kinder und deren Familien. Im Bezirk Lienz besuchen 98,5 Prozent der 5-Jährigen und 95,6 Prozent der 4-Jährigen einen Kindergarten.
Hinsichtlich des Schulwesen verfügt Tirol aufgrund der topografischen Situation und der damit zusammenhängenden Siedlungsstruktur über ein dichtes Netz an Kleinschulen – im Bezirk Lienz gibt es drei einklassige Volksschulen mit weniger als zehn SchülerInnen (in Bannberg-Assling, Hof/Hopfgarten und Glanz/Oberlienz). Fortschritte sah Palfrader hinsichtlich des Ausbaues ganztägiger Schulformen. Sie sprach sich zwar gegen „Zwang“ in jeder Form aus, das Angebot einer schulischen Betreuung am Nachmittag müsse allerdings weiterhin forciert werden. In Osttirol werden, so Palfrader, sechs Schulen im Schuljahr 2012/13 ganztägig geführt – Standorte sind die VS Nußdorf-Debant, die VS Nord und Süd I in Lienz sowie die Sonderschulen Lienz, Matrei und Sillian.
Ziel der Kulturförderung des Landes sei, so die ÖVP-Politikerin in ihren weiteren Ausführungen, die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Durchführung kultureller Vorhaben und die Ausübung kultureller Tätigkeiten sowie die Bewahrung bzw. Erschließung des kulturellen Erbes. Tirol investiere, so Palfrader, jährlich über 80 Mio. Euro in Kunst und Kultur, in Osttirol wurden 2012 beispielsweise die Restaurierung der Pfarrkirche Obertilliach, der Verein Curatorium pro Agunto, die Sonderausstellung auf Schloss Bruck oder das Bildungshaus Osttirol maßgeblich unterstützt. Im heurigen Jahr wird das Land z.B. das Eisenbahnmuseum am Lienzer Bahnhof (mit 144.000 Euro) oder die Sanierung von Schloss Bruck fördern. Für das Museum der Stadt Lienz sollen in den nächsten vier Jahren insgesamt 1,3 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden.
Text und Foto: Journal/Sulzenbacher

