Über 800.000 Euro in Innervillgraten investiert

Hoher Investitionsbedarf in das ländliche Wegenetz: Das Beispiel der Generalsanierung der Gemeindestraße Oberlahnberg und der Ausbau der Hofzufahrten soll Schule machen.

Auf Grundlage eines von der Agrar Lienz erstellten Projektes wurden im Zuge der Generalsanierung der Gemeindestraße Oberlahnberg und des Ausbaues der Hofzufahrten in Innervillgraten Engstellen beseitigt, standsichere Böschungen errichtet und zusätzliche Ausweichplätze geschaffen. Leitschienen und Leitpflöcke erhöhen nun die Verkehrssicherheit. Die Einzelhofzufahrten wie beispielsweise zu den Hofstellen „Innermorscher“ und „Krakofel“ wurden gänzlich neu errichtet. Die Gesamtbaukosten dieser Investition beliefen sich auf über 800.000 Euro. Das Land Tirol gewährte einen Förderbeitrag aus den Güterwegmitteln in der Höhe von 50 Prozent, die restlichen 50 Prozent wurden von der Gemeinde Innervillgraten über Bedarfszuweisungen und Eigenmittel sowie durch Beiträge der einzelnen Hofstellen aufgebracht. Mit der Erschließung ist es nun u.a. zwölf ArbeitnehmerInnen möglich, von ihrem Heimathaus aus ihrer täglichen, außerlandwirtschaftlichen Erwerbsarbeit nachzugehen. Außerdem wird damit für den täglich mehrmals verkehrenden Schülertransport ein Mehr an Verkehrssicherheit geschaffen.

„Der funktionsgerechte Umbau und die Instandhaltung dieser ländlichen Straßen sind für die Erhaltungsträger eine enorme Herausforderung und ohne entsprechende Unterstützung der öffentlichen Hand nicht zu bewältigen“, meint dazu der Innervillgrater Bürgermeister Josef Lusser. Für den Tiroler Straßenbaureferent und Agrarlandesrat LH-Stv. Josef Geisler stellt das gelungene Sanierungsprojekt ein Vorzeigebeispiel für ganz Tirol dar: „In Zukunft werden wir noch große Anstrengungen unternehmen müssen, um die Verkehrswege insgesamt instand zu setzen und instand zu halten, denn ein intaktes Wegenetz ist Grundvoraussetzung für vitale ländliche Räume. Nicht nur der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs ist wichtig, um den Menschen in den peripheren Gebieten eine Perspektive zu geben. Es ist auch entscheidend, dass ein bedarfs- und normgerechtes Straßennetz vorhanden ist. Denn eine leistungsfähige und gut erhaltene Verkehrsinfrastruktur ist Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Besiedelung und damit der Vitalität im ländlichen Raum.“

... und „Krakofel“ wurden gänzlich neu errichtet.

… und „Krakofel“ wurden gänzlich neu errichtet.

Von den rund 5.000 Kilometern des niederrangigen ländlichen Straßennetzes müssten derzeit etwa 3.800 Kilometer instandgehalten und ungefähr 1.200 Kilometer instandgesetzt und generalsaniert werden. Allein für die Instandsetzung und Generalsanierung wurde ein Bedarf von 38,3 Millionen Euro errechnet. „In den kommenden Jahren werden wir nach Maßgabe der budgetären Möglichkeiten dort unterstützen, wo dies am dringendsten ist. Mittelfristig wollen wir zusätzlich auch noch einen Sanierungs-Schwerpunkt setzen“, so der Landespolitiker weiter.

Text: Politikredaktion, Fotos: Land Tirol

13. November 2014 um