Touristiker sehen Kraftwerk als Hoffnungsträger
Die Bürgerinitiative Pro Kraftwerk Obere Isel spricht von positiven Auswirkungen eines Kraftwerkes auf den Tourismus – eine Umfrage unter Touristikern bestätige dies.
„Eine Umfrage unserer Bürgerinitiative hat ergeben, dass viele Touristiker für den Bau eines Wasserkraftwerkes an der Isel im Virgental sind“, sagt Fritz Joast, Sprecher der Bürgerinitiative Pro Kraftwerk Obere Isel. Er nennt als Beispiele für diese Pro-Kraftwerks-Stimmung unter den Touristikern zwei führende Touristiker aus Prägraten. Einer davon ist Josef Unterwurzacher vom Familienhotel Replerhof. „Für mich ist die weit verbreitete Meinung, dass unsere Gastronomen gegen das Kraftwerk sind, nicht nachvollziehbar“, erklärt der Hotelier. Die Gefahr, dass wegen eines Kraftwerkes an der Isel weniger Gäste kommen, sieht er nicht. „In meinem Betrieb sind die Gäste sehr interessiert und tendenziell pro Wasserkraft.“
Ulrich Drewitz vom Natur Resort Heimat sieht im Kraftwerk ebenfalls eine große Chance für die Entwicklung des Tourismus im Virgental, der dringend neue Ideen brauche. Drewitz: „Für eine bessere Vermarktung, neue Strategien und eine Verbesserung des Angebots benötigen wir Geldmittel, die derzeit nicht vorhanden sind. Das Kraftwerk ist ein Hoffnungsträger für unser Tal.“ Drewitz ist dafür, die Gäste jetzt über das Projekt zu informieren – durch geführte Wanderungen oder über einen Themenweg zur Wasserkraft.
Die beiden größten Vermieter in Prägraten seien sich laut Bürgerinitiative auch einig, dass sich der Tourismus mehr um den Gast bemühen muss: „Den Gast als Druckmittel zu verwenden, um eigene Interessen zu verfolgen, ist der falsche Weg. Die Strategie schadet dem Virgentaler Tourismus nachhaltig.“
Die Bürgerinitiative sieht sich durch diese Umfrage bestätigt, dass das Kraftwerk einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Zukunft im Tal leisten kann. Sprecher Fritz Joast: „Deswegen ist es besonders wichtig, am 17. Juni von seinem Stimmrecht Gebrauch zu machen.“
Text: Redaktion, Foto: Privat