Tiroler NEOS stellten in Lienz ihre Ideen für „Corona-Schulstart“ vor
„Vorsorge statt Nachsicht“ fordern Landessprecher Dominik Oberhofer und Frauensprecherin Angelika Mitterer im Hinblick auf den Schulstart unter „Covid-19-Bedingungen“.
Es war der erste Termin der neuen Tiroler NEOS-Frauensprecherin Angelika Mitterer in Osttirol. Gemeinsam mit Landessprecher Dominik Oberhofer stellte sie bei einem Medientermin am Donnerstag, 20. August, die Vorschläge der NEOS für den Schulstart im Herbst vor. „Aufgrund der Covid-19-Krise startet im September ein ganz besonderes Schul- und Kindergartenjahr. Um den Betroffenen die Sorgen und Ängste zu nehmen aber auch um gut auf eventuelle Corona-Fälle vorbereitet zu sein, müssen schon jetzt Vorkehrungen getroffen werden“, so Dominik Oberhofer einleitend.
Die Tiroler NEOS starten ihre diesjährige Sommertour in Lienz. „Das Thema Frauen und Politik ist auch in Osttirol wichtig. Es ist schwierig, unter den Frauen Kandidatinnen zu finden. Wir sind heute Abend auch beim Langen Donnerstag mit einem Stand im Lienzer Zentrum vertreten“, so Angelika Mitterer. „Vorsorge statt Nachsicht“ sei als Motto im Hinblick auf den Schul- und Kindergartenstart im Herbst wichtig, so die Architektin und Mutter einer 3-jährigen Tochter.
Die anstehenden Fragen sollen gemeinsam diskutiert und dabei Ideen entwickelt werden. „Für die Kindergärten sind unsere Ideen, dass man sich – wenn möglich – mehr im Freien aufhält, dass es Abholrunden für Kinder gibt, damit die Eltern wegen der Ansteckungsgefahr möglichst nicht aufeinander treffen und Hygieneregeln für Kinder“, so Mitterer.
„Die Eigenverantwortung muss insbesondere auch in den Schulen gestärkt werden. Die derzeitigen Verordnungen sind so wie die Corona-Regeln nicht praktisch. Es braucht mehr Alltagstauglichkeit, sonst wird es schwierig für das Lehrpersonal“, betonte Dominik Oberhofer. Es müsse Elternabende vor dem Schulstart geben, um vorbereitet zu sein.

Die NEOS seien jedenfalls schon im April-Landtag zu diesem Themenkreis aktiv gewesen. „Es geht um mehr Digitalisierung und dass die Lehrer entsprechend ausgebildet werden. Man hätte die Sommermonate dafür nützen können. Die Bildungsdirektion und die pädagogische Hochschule wären hier gefordert. Passiert ist aber nichts“, bemängelte Oberhofer.
Es müsse mehr Druck auf die BürgermeisterInnen ausgeübt werden, um die Situation in den Pflichtschule zu verbessern. „Das gilt vor allem für den städtischen Bereich. Auch in Lienz muss mehr in die Pflichtschulen investiert werden. Schulen im ländlichen Raum sind grundsätzlich besser ausgestattet. Aber im städtischen Bereich gibt es teilweise nicht einmal Warmwasser“, so der Landessprecher.
Auch zum Themenkreis Grippe und Impfung nahmen die beiden NEOS-PolitikerInnen Stellung. „Die Grippe wird im Herbst wieder verstärkt Thema. Es gab schon vor Corona Schulschließungen wegen Grippe. Den Eltern muss die Angst vor Impfungen genommen werden. Die kurze Erkrankung nach der Impfung ist eine Immunreaktion, die nötig ist. Außerdem muss den Eltern klar gesagt werden, mit welchen Symptomen ein Kind nicht mehr in die Schule oder in den Kindergarten gehen soll“, hielten Mitterer und Oberhofer abschließend fest.
Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute