Tiroler Mobilitätssterne für Osttiroler Gemeinden
6 Gemeinden aus Osttirol haben 2015 bei der Landesauszeichnung Tiroler Mobilitätssterne erfolgreich teilgenommen. Vor allem Virgen und Assling engagieren sich unermüdlich.
Virgen und Assling wurden für eine nachhaltige Verkehrspolitik in ihren Gemeinden mit vier bzw. drei Mobilitätssternen vom Land gewürdigt. In der Festrede anlässlich der Auszeichnungsveranstaltung im Innsbrucker Landhaus zeigte sich Mobilitätslandesrätin LH-Stv. Ingrid Felipe erstaunt über die große Vielfalt innovativer Mobilitätsprojekte in den Gemeinden: „Bemerkenswert ist, dass zu den gängigen Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen, Förderung von Rad- und Fußwegen oder Errichtung von Schutzwegen zusehends auch Initiativen treten, die weniger auf Verbote und Regulative als auf Akzeptanz, Beteiligung und Engagement setzen.“ Felipe spricht damit die inzwischen gewachsene Zahl von Rufbussystemen an, die auf ehrenamtlichem Engagement basieren. „Auffällig ist zudem die hohe Zahl neu entstandener Begegnungszonen, die langfristig die Erhöhung der Lebensqualität in den Ortskernen sowie die Stärkung lokaler Wirtschaftsbetriebe zum Ziel haben. Der Schlüssel zum Erfolg heißt in beiden Fällen BürgerInnenbeteiligung und Akzeptanz“, so die Mobilitätslandesrätin abschließend.
Viel Lob und gleich vier Mobilitätssterne vergab die Jury an die Nationalparkgemeinde Virgen: „Sehr früh und österreichweit vorbildlich hat die Gemeinde Virgen den ehrenamtlich geführten Rufbus `Virger mobil` eingeführt. Mit großem Erfolg, denn das Gemeindetaxis erfreut sich auch noch nach Jahren großer Beliebtheit.“ Besonders hervorgehoben wurde von Jury auch der Ankauf eines Elektroautos. Die umfangreiche Aktivitätenliste komplettieren die attraktive Gestaltung öffentlicher Plätze, Tempolimits, die Förderung des Fußverkehrs sowie die ständige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger durch Mobilitätsbefragungen. Im Zusammenhang mit der Auszeichnung der Gemeinde Assling bezeichnete die Jury die Verkehrsinitiative „Assling mobil“ als „exemplarisch für ehrenamtliche Rufbussysteme“ und lobte „das Sozial- und Umweltprojekt, das in der Bevölkerung auf hohe Akzeptanz stößt“. Besondere Erwähnung und „nachahmenswert“ fand die unabhängige Jury die Kooperation der Gemeinde mit Vereinen und Unternehmen. Mit dem dritten Rufbussystem in Osttirol, dem „DefMobil“, haben sich Hopfgarten, St. Jakob und St. Veit im Defereggen die Auszeichnung mit je zwei Mobilitätssternen gesichert. Auch die Gemeinde Dölsach wurde von der Jury für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen mit zwei Mobilitätssternen bedacht.
Angelehnt an die Sterne-Auszeichnung in der Gastronomie wurden im Rahmen des Festakts an 36 Gemeinden Mobilitätssterne für außerordentliche Leistungen in der kommunalen Verkehrspolitik verliehen. Im Fokus der Jurybewertung standen die Vier-Sterne-Gemeinden Kufstein, Schwaz, Wörgl und Virgen sowie die weiteren 14 Gemeinden, die von der Jury mit je drei Mobilitätssternen bedacht wurden.
Text: Redaktion, Foto: Energie Tirol
